Seleçao in Weggis

A seleçao brasileira em Weggis na Suiça

Freitag, Juni 09, 2006

Öffentliches Training in Offenbach




Das Spektakel glich einem Popkonzert. Das einzige öffentliche Training Brasiliens sorgte in Offenbach für einen Ausnahmezustand. Der Star des Abends war ein kleiner Junge, der zu seinen Idolen flitzte und dafür wie ein Schwerverbrecher abgeführt wurde.
Vielleicht waren es drei Minuten, als ein Schauspiel ins Wanken geriet. Ein Schauspiel, das erdrückt wurde von grimmigen Sicherheitskräften, Musikgedröhne und der Stimmungsmache des Stadionsprechers. Wie ein kleiner Junge beim öffentlichen Training der Brasilianer in Offenbach auf den Rasen vordringen konnte, wird man den obersten Ordnungshüter des Abends sicherlich noch öfter fragen.

Es geschah während einer Trainingspause. Plötzlich sprintete ein etwa zwölfjähriger Junge im Ronaldinho-Trikot auf das Spielfeld, geradewegs zu seinen Lieblingen. Einmal den echten Ronaldinho und Roberto Carlos anfassen, dafür hatte dieser Junge listig eine Heerschar von Aufpassern am Seitenrand überrumpelt.

Bis Männer in Sakkos und Signalwesten sich aufmachten, den Mini-Flitzer einzufangen, konnte dieser ein paar Momente erhaschen, die nur ihm gehörten. 24.000 Menschen saßen an diesem Nachmittag im Offenbacher Stadion "Am Bieberer Berg" und gerieten aus der Fassung, weil die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft das einzige öffentliche Training vor dem WM-Auftakt am Dienstag (21 Uhr) in Berlin gegen Kroatien durchführte.

Aber dieser Junge war kein Zaungast, sondern mittendrin. Er durfte unter dem Gejohle der Zuschauer an den verschwitzten Trikots von Robinho und Kaka zupfen, ein paar Hände schütteln - bis die grimmigen Ordnungskräfte angestürmt kamen. Es gab einige unwürdige Szenen, als hysterische Männer diesen Schuljungen vom Platz zerren wollten wie einen Schwerverbrecher. Gut, dass ein älterer brasilianischer Betreuer alle beruhigte.

Es war eben der Tag, an dem jeder in Offenbach vor Aufregung zu hyperventilieren begann. Allein das Wort "Brasilien" sorgt heutzutage für Verspannung unter den Menschen, aber als dann die Mannschaft tatsächlich auf den Rasen des altehrwürdigen Stadions schlurfte, wähnte man sich in einem Popkonzert. Auf einem Sportplatz, wo einst der gelernte Metzger und Offenbacher Fußball-Legende Hermann Nuber rackerte, albert nun eine atemberaubend begabte Fußballmannschaft herum, die Weltmeister ist - und es wohl auch bleiben wird. Und die Mädchen kreischen dazu, wie bei einem Auftritt von Tokio Hotel. Dabei ging es vorallem um einen leicht androgyn wirkenden Fußballer namens Ronaldinho.

Zu fragen ist, ob so ein öffentliches Ballspiel als seriöses Training bezeichnet werden darf oder eher als Werbeveranstaltung einer Gruppe von Unterhaltungskünstlern namens "Seleção". Ein bisschen Auflockern, dann wurden zwei Spielchen angepfiffen. Erst kickte die A- gegen die B-Mannschaft, später wurden die Teams durchgemischt. Es war phasenweise sogar Fußball, mehrheitlich wirkte das Ballspiel aber wie der Zeitvertreib eines technisch überragenden Showteams. Vor allem Ronaldinho und Roberto Carlos verloren mit der Zeit immer mehr ihres ohnehin kaum vorhandenen Ernstes. "Lustig, die Deutschen, die spielen Musik und klatschen, wenn wir Übersteiger machen", müssen sich die beiden gedacht haben.

Am Dienstag, als auf der Geschäftsstelle des Zweitligisten Kickers Offenbach die kostenlosen Tickets für dieses Training ausgegeben wurden, gab es chaotische Zustände. Vermeintlich clevere Schwarzmarkthändler stellten sich mehrfach in die Schlange - und wollten die nach gut einer Stunde vergriffenen Billets vor Ort für 80 Euro das Stück verhökern. Einen Tag später bei eBay wurden gar 1000 Euro aufgerufen. Für ein Trainingsticket! Wer das alles absurd findet, ist kein Einzelgänger mehr.

Es ist die Frage, ob dieses Brimborium mit Sambagedöns, Liveübertragung des Hessischen Rundfunks, an den Spielfeldrand geschleppten Sesseln für die brasilianischen Teambetreuer und verordneter Gepäckabgabe für die Zuschauer nicht die Grenzen des Gagafußballbetriebs erreicht hat. "Wir unterstützen jetzt das Team", rief Stadionsprecher Klaus Mörschel ins Mikrofon, als ob "das Team" einen Gegner hätte. Niemand sollte sich wundern, wenn jemand auf die Idee kommt, die Brasilianer beim Aufpumpen der Bälle zu filmen. Live. Mit Interviews. Und Expertenmeinungen.

WM-SPEZIAL>
Alle Teams, alle Spieler, alle Spiele, alle alles

SPIEGEL ONLINE
Für diese gute Stunde Brasilienauftritt haben die Offenbacher Kickers sogar neuen Rollrasen verlegen und sämtliche Werbebanden zukleben müssen. Denn der Bieberer Berg wurde an diesem Tag vom (Werbe)-Regelwerk des Fußball-Weltverbandes Fifa regiert. Und das vorhergesagte Verkehrschaos in der Stadt stellte sich ebenfalls ein. Für diesen Donnerstag galt in Offenbach: Wir sind WM.

Man kann sich nur wundern, wie die brasilianischen Spieler so ein Tamtam ertragen - oder sogar genießen. Winken ins Publikum und rhythmisches Klatschen mit den Zuschauern waren Standard in Offenbach, sogar der immer so gestreng wirkende Trainer Carlos Alberto Parreira vermochte für einen Moment zu lächeln. Nur der grippekranke Ronaldo fehlte bei dieser Happy Hour auf dem Bieberer Berg.

Um 18.20 Uhr, gut eine Stunde nach Beginn, stellte die Seleção dann die Arbeit ein. Ende der Show. Vorhang. Ganz gewiss wird im Trainingslager oben im Taunus jede Trainingseinheit anspruchsvoller aussehen, aber das ist ja dann auch kein Dienst am Kunden mehr - sondern Sport. Und den beherrschen die Brasilianer wie wohl kein zweites Team auf der Welt.

Mittwoch, Juni 07, 2006

Stromausfall in Brasilien wegen WM?

Die Energieunternehmen in Brasilien befürchten Stromausfälle während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Hintergrund ist das geänderte Verbraucherverhalten während der Liveübertragungen. Kritische Phasen seien demnach Halbzeiten sowie die Minuten nach Spielende.

"Jetzt werden Kühlschränke geöffnet und Elektrogeräte wie Backöfen und natürlich auch das Licht eingeschaltet", sagte Hermes Chipp, Direktor des staatlichen Stromversorgers ONS, berichtet der Internetanbieter argentinienaktuell.com. Der landesweit gleichzeitige Bedarf an Energie wird dann zum Problem. Die größte Wahrscheinlichkeit für Stromausfälle besteht nach brasilianischen Siegen, wenn die Leute in Feierlaune geraten und der Energiebedarf weiter steigt.

Dienstag, Juni 06, 2006

Brasilien Weltmeister - nach Marktwert

Die brasilianische Nati zieht als teuerste Fussballmannschaft aller Zeiten ins WM-Trainingslager in Königstein ein, der Stadt mit der höchsten Millionärsdichte Deutschlands.

Ausgerechnet in Königsstein, der Kleinstadt im Taunus nahe Frankfurt, wo auf 10´000 Steuerpflichtige 97 Millionäre kommen, bereitet sich die Equipe der Superlative auf die WM-Titelverteidigung vor. Der Gesamt-Marktwert der 23 Spieler des fünffachen Weltmeisters liegt nach Schätzungen bei 410 Millionen Euro. Das ist Rekord.

Der Teuerste: Ronaldo de Assis Moreira – kurz Ronaldinho. Er gilt als wertvollster Profi der Fussball-Geschichte. Bei Barcelona, das Ronaldinho zweimal zur spanischen Meisterschaft und einmal zum Champions-League-Triumph geführt hat, steht er bis zum 30. Juni 2010 unter Vertrag. In der Ausstiegsklausel ist die Summe von 125 Mio. Euro festgeschrieben.

Bevor der «Weltfussballer» von 2004 und 2005 in Spanien verlängerte, hatte Krösus Roman Abramowitsch angeblich 140 Millionen geboten, um Ronaldinho zu Chelsea zu locken. Die Angaben über das Jahresgehalt des Ballzauberers beginnen bei 15 Millionen auf der nach oben offenen Skala. Inklusive Sponsoreneinnahmen wurde der Marktwert des 26-Jährigen schon einmal auf 47 Mio. Euro beziffert.

Doch auch Ronaldinhos Nebenleute Kaka, Ronaldo, Adriano und Robinho sind mehr wert als viele Fussballklubs. Kaka hat mit dem AC Milan einen bis 2010 laufenden Vertrag und wird auf 35 Mio. Euro geschätzt. Stürmerstar Ronaldo von Real Madrid (Vertrag bis 2008) ist nicht unter 30 Mio. Ablöse zu haben.

Adriano von Inter Mailand (Vertrag bis 2010) stürmte als Torschützenkönig des Confed-Cups vom vergangenen Jahr in die gleiche finanzielle Liga. Toptalent Robinho, das hinter den beiden auf Einsätze drängt, wechselte im vergangenen Juli nach monatelangem Tauziehen für 24,8 Mio. Euro vom FC Santos zu Real Madrid.


Ronaldinho: FC Barcelona (bis 2010) – 125 Millionen (laut Ausstiegsklausel)

Kaká: AC Mailand (bis 2010) – 35 Millionen Euro (geschätzt)

Adriano: Inter Mailand (Vertrag bis 2010) – 30 Millionen Euro (geschätzt)

Ronaldo: Real Madrid (bis 2008) – 30 Millionen Euro (geschätzt)

Robinho: Real Madrid (bis 2010) – 25 Millionen Euro

Juninho: Olympique Lyon (bis 2008) – 20 Millionen Euro (geschätzt)

Lucio: Bayern München (bis 2010) – 20 Millionen Euro (geschätzt)

Cris: Olympique Lyon (bis 2010) – 15 Millionen Euro (geschätzt)

Cicinho: Real Madrid (bis 2010) – 12 Millionen Euro (geschätzt)

Fred: Olympique Lyon (bis 2009) – 12 Millionen (geschätzt)

Roberto Carlos: Real Madrid (bis 2007) – 10 Millionen Euro (geschätzt)

Dida: AC Mailand (bis 2007) – 10 Millionen Euro (geschätzt)

Emerson: Juventus Turin (bis 2007) – 10 Millionen Euro (geschätzt)

Luiso: Benfica Lissabon (bis 2009/plus 1 Jahr Option vom Verein) – 10 Millionen Euro

Zé Roberto: Bayern München (Vertrag bis 2006/nicht verlängert) – 10 Millionen Euro

Gilberto Silva: Arsenal London (2009) – 8 Millionen Euro (geschätzt)

Juan: Bayer Leverkusen (bis 2009) – 8 Millionen Euro (geschätzt)

Gilberto: Hertha BSC (bis 2008) – 5 Millionen Euro (geschätzt)

Ricardinho: Corinthians Sao Paulo (bis 2007) – 4,5 Millionen Euro

Julio Cesar: Inter Mailand (bis 2008) – 4 Millionen Euro (geschätzt)

Mineiro: FC Sao Paulo (Laufzeit unbekannt) – 3 Millionen Euro

Cafu: AC Mailand (bis 2007) – 2 Millionen Euro (geschätzt)

Rogerio Ceni: FC Sao Paulo (bis 2008) – 1,5 Millionen Euro (geschätzt)

WM-Fieber in Rio





Für Brasilianer ist die Sache klar: Ihre Nationalelf muss bei der WM in Deutschland den sechsten Titel holen. Und nebenbei auf dem Rasen zaubern. In Rio herrscht bereits Partystimmung als ob Brasilien selbst Gastgeber der WM 2006 wäre.

Rio de Janeiro - Sie bemalen stundenlang den Asphalt. Sie erklimmen klapprige Leitern, um ungezählte Wimpel mit der Landesfahne in den Straßenzügen aufzuhängen. Sie tun alles, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Vier Tage vor Turnierbeginn sind die Bewohner Rio de Janeiros mitten im WM-Fieber. Noch bevor der erste Ball gespielt ist, feiern die Fans des Rekordweltmeisters sich selbst.

Spätestens wenn am 13. Juni die Seleção zum ersten Spiel der Gruppe F im Berliner Olympiastadion gegen Kroatien antritt, wird der Wahlspruch der Föderativen Republik Brasilien "Ordem e Progresso" - "Ordnung und Fortschritt" - vorübergehend ausgesetzt. Alles andere als eine Titelverteidigung und der damit sechste WM-Erfolg des brasilianischen Verbandes ist für die knapp 200 Millionen Einwohner des Landes nicht auszudenken.

Die brasilianische Nationalmannschaft landete gestern Nacht auf dem Frankfurter Flughafen und fuhr von dort in ihr WM-Quartier nach Königstein im Taunus. In der Region werden ab heute täglich bis zu 10.000 Fans des Teams erwartet. Der Zuschauer-Ansturm dürfte am Donnerstag bei 25.000 liegen. Dann präsentieren sich die Stars zum einzigen öffentlichen Training.

Schon beim Trainingslager der Brasilianer in der Schweiz mussten die Sicherheitsvorkehrungen verschärft werden. Während einer Traingssession rannte eine besonders heißblütige Anhängerin auf den Platz, schnappte sich Star-Kicker Ronaldinho und begrub ihn wild küssend unter sich.

Der weitaus überwiegende Teil der Fans wird die WM-Auftritte der "Os Canarinhos" ("die Kanarienvögel"), wie die Mannschaft aufgrund ihrer knallgelben Trikots in der Heimat genannt wird, mit mindestens fünfstündigem Zeitunterschied in Brasilien verfolgen. Die räumliche Distanz ist allerdings kein Hindernis für eine farbenfrohe Unterstützung der Mannschaft. So haben viele Bewohner Rio de Janeiros die Straßen mit den Landesfarben und aufmunternden Botschaften für ihre Fußball-Idole bemalt. Außerdem schmücken tausende kleine Nationalflaggen die Stadt.

Zur "Mission Titelverteidigung" steuert auch die Finanzwelt ihren Teil bei. An Spieltagen der Nationalmannschaft werden die Banken sowie die Börse von Sao Paulo ihre Geschäfte um zwei Stunden früher schließen, "um Mitarbeitern und Kunden die Möglichkeit zu geben, die Spiele der brasilianischen Mannschaft im TV zu verfolgen", wie es hieß. Neben dem ersten Vorrundenspiel gegen Kroatien gilt die Regelung auch für das Duell mit Japan am 22. Juni.

Sonntag, Juni 04, 2006

Spielerportrait - 23 - Robinho

Robinhos Dribbelkünste werden gerne mit denen des legendären Garrincha verglichen. Der Stürmer feierte sein Länderspieldebüt im Finale des Gold Cups 2003, das allerdings gegen Mexiko verloren ging. Mit seinem Spezialtrick, der sogenannten "'Pedalada", einer besonderen Übersteiger-Variante, düpiert er die gegnerischen Verteidiger oftmals. Der auch als "O Principe" ("Der Prinz" – Der König ist Pelé) bekannte Spieler gewann in den Jahren 2002 und 2004 mit Santos jeweils die brasilianische Meisterschaft und fügte seiner Erfolgsliste den Sieg beim FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005 hinzu.

Spielerportrait - 22 - Julio Cesar

Der Torhüter machte sich zunächst beim brasilianischen Verein Flamengo einen Namen. Ende 2004 wurde er vom italienischen Klub Inter Mailand verpflichtet, jedoch zunächst für sechs Monate an Chievo Verona ausgeliehen. Ende 2005 kehrte er dann nach Mailand zurück. Im Elfmeterschießen des Endspiels der Copa América 2004 hielt er einen vom Argentinier Andres D’Alessandro ausgeführten Strafstoß und sicherte Brasilien damit den Titel. Er war bei dieser Copa América von der ersten bis zur letzten Minute im Einsatz, wird jedoch bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ vermutlich hinter Dida zurückstehen müssen.

Spielerportrait - 21 - Fred

Der Stürmer hat in seiner noch jungen Vereinskarriere bereits eine beachtliche Torbilanz vorzuweisen hat. Fred ist beidfüßig, kopfballstark und taktisch gut geschult, was er auch dadurch unter Beweis stellt, dass er meist zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Fred hat das bisher schnellste Tor in der brasilianischen Fussballgeschichte erzielt, als er nach nur 3,17 Sekunden erfolgreich war. Sein erster großer Verein in Brasilien war Cruzeiro Belo Horizonte. Bei diesem Klub stand er unter Vertrag, als er 2005 als Torschützenkönig der brasilianischen Meisterschaft ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr wechselte er dann zu Olympique Lyon, nachdem er von zahlreichen europäischen Vereinen umworben worden war. Dort gewann er auf Anhieb die französische Meisterschaft.

Spielerportrait - 20 - Ricardinho

Ricardinho ist ein routinierter Verteidiger und eines der erfahrensten Mitglieder des brasilianischen Kaders. Für den FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ war er nachnominiert worden, nachdem sich der damalige Mannschaftskapitän Emerson im Vorfeld des Turniers eine Verletzung zugezogen hatte. Ricardinho wurde bei Brasiliens Titelgewinn in Fernost lediglich einige Male eingewechselt. Er gewann 1999 und 2001 mit Corinthians die brasilianische Meisterschaft, 2002 den brasilianischen Pokalwettbewerb und im Jahr 2000 die FIFA Klub-Weltmeisterschaft. In seiner langen Karriere stand er bereits bei französischen, englischen und diversen brasilianischen Teams unter Vertrag.

Spielerportrait - 19 - Juninho Pernambucano

Juninho Pernambucano ist ein eleganter Mittelfeldspieler, der immer wieder mit präzise getretenen Freistößen traumhafte Tore erzielt. Außerdem versorgt er die Stürmer seines Teams mit Bällen aus dem Mittelfeld und trägt so dazu bei, die gegnerischen Abwehrreihen unter Druck zu setzen. Er wurde von 2001 bis 2006 insgesamt fünf Mal französischer Meister, und hat mit seinem Passspiel und seinen Torschüssen erheblich zu Olympique Lyons Aufstieg an die Spitze des französischen Fussballs beigetragen. Nach seinem erfolgreichen Auftritt beim FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005 wurde er auch in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ eingesetzt. Beim brasilianischen Sieg in der Copa América 2004 war er jedoch nicht mit von der Partie.

Spielerportrait - 18 - Mineiro

Nachdem er seit 1998 für Ponte Preta und São Caetano gespielt hatte, wurde Mineiro Anfang 2005 vom Spitzenklub FC São Paulo unter Vertrag genommen. Dieser Wechsel zahlte sich sowohl für den Klub wie auch für den Spieler sofort aus: der Mittelfeldspieler eroberte sich einen Stammplatz in der Zentrale und gewann mit São Paulo das Campeonato Paulista, die Copa Libertadores und die FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2005.

Mineiro versteht es wie kaum ein anderer, Gegenspieler auch ohne Foul vom Ball zu trennen. Er verfügt über eine sehr gute Ballbeherrschung und erzielte im Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2005 im vergangenen Dezember gegen den FC Liverpool den einzigen Treffer.

Schon drei Mal wurde er in die All-Star-Mannschaft der brasilianischen Landesmeisterschaft gewählt, immer bei verschiedenen Klubs. Der 30-Jährige befindet sich derzeit wohl auf dem Gipfel seines Könnens.

Sein erstes Länderspiel für Brasilien bestritt er bereits im Jahr 2001. Doch erst anlässlich des Abschiedsspies für Romario kehrte er 2005 wieder in die Seleção zurück.

Spielerportrait - 17 - Gilberto Silva

Der zweikampfstarke, defensive Mittelfeldspieler versäumte bei Brasiliens Titelgewinn beim FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ keine Minute. Er bindet die gegnerischen Mittelfeldspieler und verteilt die Bälle sehr geschickt. Dadurch eröffnet er seinen kreativen Mitspielern stets große Freiräume, die sie zur Entfaltung nutzen können. Beim englischen Verein Arsenal London stellt er außerdem seine Fähigkeiten in der Offensive unter Beweis. Er erzielte in einem Spiel gegen den PSV Eindhoven das schnellste Tor in der Geschichte der UEFA Champions League - der Treffer fiel nach nur 20 Sekunden. Gilberto Silva wurde 2004 englischer Meister und gewann 2003 sowie 2005 den FA Cup.

Spielerportrait - 16 - Gilberto

Gilberto hat eine lange Karriere als Mittelfeldspieler hinter sich, die von Höhen und Tiefen gekennzeichnet war. Der Linksfuß steht seit 2004 bei Hertha BSC Berlin unter Vertrag und konnte zuvor bereits die brasilianische Meisterschaft sowie im Jahr 2000 die Copa Mercosur gewinnen. Der aus Rio de Janeiro stammende Mittelfeldpieler war auch beim FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005 in der siegreichen brasilianischen Mannschaft vertreten. Bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ wird er jedoch vermutlich eher als Reservespieler fungieren.

Spielerportrait - 15 - Cris

Von allen Überraschungen im 23-köpfigen WM-Kader von Brasiliens Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira ist wohl die größte, dass Olympique Lyons Innenverteidiger Cris den Vorzug vor dem erfahreneren Leverkusener Roque Junior erhalten hat. An Cris' momentan überragender Form kann jedoch kein Zweifel bestehen. Beim fünfmaligen französischen Meister ist er das Herzstück der Defensive. Schon früh in seiner Karriere, bei den Corinthians und Cruzeiro, war Cris so erfolgreich, dass er wie viele seiner Landsleute vor ihm für den Bundesligisten Bayer Leverkusen interessant wurde. Binnen eines Jahres war er jedoch zurück bei Cruzeiro, wo er 2003 zu einem der Stars beim Gewinn des Campeonato Brasileiro avancierte. Seit diesem Erfolg und dem anschließenden Wechsel nach Lyon ist Cris verstärkt zu Einsätzen in der Seleção gekommen und hat bewiesen, dass er für die Abwehr jederzeit eine Option ist.

Spielerportrait - 14 - Luisao

Der groß gewachsene Innenverteidiger wechselte im Sommer 2003 von Cruzeiro Belo Horizonte zum portugiesischen Hauptstadtklub Benfica Lissabon. Giovanni Trapattoni, der ehemalige Trainer von Benfica, verglich Luisão gerne mit dem legendären Aldair, der lange Zeit Stammspieler beim AS Rom und in der brasilianischen Nationalelf war. Luisão gewann 2003 mit Cruzeiro die brasilianische Meisterschaft und den Pokal sowie zuvor im Jahr 2000 mit Juventude ebenfalls den brasilianischen Pokalwettbewerb. 2005 wurde er mit Benfica portugiesischer Meister, 2004 portugiesischer Pokalsieger. Er gewann 2004 mit der brasilianischen Nationalelf die Copa América und 2005 den FIFA Konföderationen-Pokal.

Spielerportrait - 13 - Cicinho

Cicinho, ein klassischer Rechtsverteidiger mit starkem Offensivdrang, kann auf ein hervorragendes Jahr 2005 zurückblicken. Er gewann nicht nur mit seinem Klub São Paulo die Copa Libertadores und später auch noch die FIFA Klub-Weltmeisterschaft in Japan, sondern triumphierte überdies mit der Nationalmannschaft beim FIFA Konföderationen-Pokal in Deutschland. Als i-Tüpfelchen wurde er auch noch zum besten Spieler der brasilianischen Liga auf seiner Position gewählt. Viele Experten sehen Cicinho, der mittlerweile bei Real Madrid unter Vertrag steht, als Nachfolger des legendären Cafú in der Seleção.

Spielerportrait - 12 - Rogerio Ceni

Rogerio Ceni ist ein Torwart mit Vollstreckerqualitäten, und als solcher könnte sich der Schlussmann von São Paulo noch als Geheimwaffe der Brasilianer bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ im Sommer erweisen. Ceni ist auf dem Platz ebenso eine Führungspersönlichkeit wie abseits des Spielfeldes. In seiner Profikarriere bringt er es inzwischen auf über 60 Tore. Seine Ballbehandlung ist so gut, dass er in São Paulos auf Konter ausgerichtetem Offensivspiel oft einen verkappten Libero gibt. Seinen Platz im brasilianischen WM-Kader verdankt Ceni wohl vor allem der Tatsache, dass Marcos als ehemalige Nummer 1 seine Verletzung nicht rechtzeitig auskuriert hat. Viele Fachleute jedoch halten ihn für den Top-Leistungsträger zwischen den Pfosten in Brasilien. Ceni führte seinen Verein 2005 zu Copa-Libertadores-Ehren und wurde in der Folge bei der siegreich bestrittenen FIFA Klub-Weltmeisterschaft TOYOTA Cup Japan 2005 zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Küchenchef der Seleçao ein "Baiano"


Um chef baiano no comando da cozinha da Seleção Brasileira na Copa do Mundo
Arthur Nascimento participou da campanha do título da Copa das Confederacões de 2005

O chef Arthur Nascimento, um baiano de Contendas do Cicorá, na Chapada da Diamantina, é o comandante da cozinha da Seleção Brasileira da Copa do Mundo. Morador de Paris há 26 anos, começou a prestar serviços à Seleção na Copa das Confederações de 2003, na França e repetiu a experiência nem 2005, quando viu o Brasil ser campeão na Copa das Confederações na Alemanha. Está de volta ao convívio com a delegação brasileira, desde a chegada em Weggis, no dia 22 de maio.

No Park Hotel Weggis, Arthur comandou a cozinha com 12 pessoas na cozinha e 11 no salão. São suíços, alemães, italianos, portugueses e um brasileiro que se revezaram 24 horas por dia para atender prontamente e, com simpatia, os jogadores e integrantes da Seleção Brasileira. Arthur expressa o sentimento que é o mesmo dos que trabalharam na cozinha do hotel.

- Vocês não podem imaginar a felicidade que todos sentem em trabalhar servindo a Seleção Brasileira. Eles sabem que é uma oportunidade única que têm na vida, que muita gente gostaria de estar experimentando. E eu me sinto exatamente como eles - diz Arthur.

A simpatia e a gentileza de todos conquistaram os jogadores da Seleção Brasileira. O alemão Ken Zindjan, estudante de hotelaria que está fazendo o período de aprendizagem no Park Hotel, explicou como foi a sua experiência entre os brasileiros.

- Não fiz por obrigação. Trabalhei com prazer, pois me encanta o jeito de ser de vocês, brasileiros. Todos os jogadores foram muito atenciosos com a gente também - disse.

A mesma felicidade e o prazer que o alemão Ken viveu, de trabalhar com a Seleção Brasileira, acabaram ajudando o chef Arthur Nascimento no projeto que vinha há algum tempo alimentando de voltar ao seu país.

Depois de tanto tempo fora, Arthur resolveu retornar definitivamente. A bagagem está toda embalada, para a viagem de navio. Arthur vai morar em Salvador, onde vai abrir o seu restaurante, um sonho antigo que agora terá endereço e nome - Le Bistrot d' Arthur - em uma casa já comprada e que está em obras na Praia de Itapoã.

O Le Bistrot d' Arthur será uma casa de comida francesa, marroquina e brasileira, com valorização de produtos regionais, com todas as frutas e legumes que temos no Brasil - a decoração será com elementos marroquinos.

A inauguração do restaurante está prevista para outubro. Significará a concretização do sonho de uma baiano que começou a trabalhar como confeiteiro em São Paulo, foi para Paris tentar a sorte e acabou sendo chef em embaixadas, restaurantes de grife e banqueteiro em recepções para personalidades da sociedade francesa.

- Estava na hora de voltar. Espero que isso só aconteça no dia 10 de julho, com o Brasil hexacampeão - finalizou Arthur, que neste sábado mesmo, antecipando-se à delegação, viajou para Konigstein.

Vai comandar agora a cozinha do Kempinski Hotel Falkensteink, onde a Seleção Brasileira ficará até o segundo jogo da primeira fase da Copa do Mundo.

Brasilianer verlassen Weggis mit gutem Gefühl




Die brasilianische Nationalmannschaft hat ihre Zelte in Weggis abgebrochen. Die fast zwei Wochen am Vierwaldstättersee bezeichneten Captain Cafu und Nationaltrainer Carlos Parreira als ideale Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft.

«Die Bedingungen waren ausgezeichnet. Alle unsere Forderungen wurden erfüllt. Nur das Wetter konnten wird nicht kontrollieren», sagte Parreira nach den insgesamt 14 Trainingseinheiten, die die Brasilianer vor jeweils 5000 Zuschauern absolvierten. Cafu hat vor allem die Zuneigung der Fans geschätzt: «Wir haben hier die Wärme der Zuschauer gespürt. Das war schon ein Vorgeschmack auf die WM.»

Philippe Huber, Geschäftsführer des Sportvermarkters Kentaro, der die Brasilianer mit beträchtlichem finanziellen Aufwand nach Weggis gelotst hatte, ist Stolz auf den reibunsgslosen Verlauf des Trainingslagers: «Wir haben für den Weltmeister die erste Stufe gezündet.» Nächster Gast in Weggis wird der französische Meister Lyon sein, der sich am Weggiser Weiher ab Ende Juli auf die neue Saison vorbereitet.

Die Brasilianer werden derweil die unmittelbare Vorbereitung auf das WM-Startspiel gegen Kroatien am 13. Juni in Berlin ruhiger gestalten. Im Taunus-Kurort Königstein ist nur ein öffentliches Training vorgesehen.

Samstag, Juni 03, 2006

Seleçao verlässt Weggis - Parreira bedankt sich bei Fans


Seleção deixa Weggis sem participar do oba-oba
Técnico Parreira diz que trabalho foi proveitoso e agradece aos torcedores locais

A seleção brasileira se despede neste sábado de Weggis. Foram 13 dias de preparação em campo e muito agito fora dele. Mas o oba-oba da pacata cidade suíça não contagiou os jogadores, que encontraram paz para trabalhar. Weggis, que tem apenas cerca de quatro mil habitantes, passou a ser o ponto mais visitado da Suíça.

Os organizadores que trouxeram a seleção brasileira calculam que a cidade recebeu cerca de 200 mil visitantes devido à presença do time de Parreira. Mas o clima de oba-oba ficou apenas nas ruas. No Park Hotel, os jogadores não tiveram contato com os torcedores durante o período de treinos.

Uma forte segurança evitava que barulho fosse feito perto do hotel. Além disso, os torcedores não podiam nem parar muito tempo para tirar foto da faixada da concentração. Apenas o frio atrapalhou a seleção brasileira.

- Foi tudo perfeito. O hotel, a cidade. Só o tempo nós não conseguimos controlar. Mas está assim em toda a Europa - diz Parreira, que elogiou o comportamento dos torcedores. - São carinhosos e isso massageia o ego do jogador. Eles aplaudem e não perturbam o ritmo de trabalho.

Os jogadores também gostaram do período de treinamento na cidade suíça.

- Todos os treinamentos, físicos e táticos, foram bastante proveitosos - disse Ronaldinho Gaúcho.

- Foram ótimos treinos, em todos os aspectos, físico, tático e técnico. Vão servir bastante para o futuro da seleção que, no caso, é a Copa do Mundo - completa Zé Roberto.

Para evitar o marasmo na concentração da seleção, a comissão técnica organizou momentos de lazer e diversão. Campeonatos de vídeo game e pingue-pongue, rodas de pagode...

- O convívio entre a gente é muito bom. Estamos sempre juntos nos momentos de lazer, nos divertindo, fazendo piadas, rindo e aproveitando.

Seleção já tem hino: Ô, Irene

Música do Fundo de Quintal é a mais cantada na concentração pelos jogadoresEm 2002, os jogadores elegeram a música "Deixa a vida me levar", de Zeca Pagodinho, o hino da seleção brasileira.
Em 2006, o aquecimento para a Copa da Alemanha está sendo com a música "Ô, Irene", gravada nos anos 80 pelo Grupo Fundo de Quintal.


No ritmo de Ronaldinho Gaúcho, a música é a mais cantada pelos jogadores na preparação da seleção brasileira, em Weggis, na Suíça.


- Fazemos um barulho aí para animar os jogadores - brinca o craque do Barcelona.


Como o caminho do hotel para o estádio em Weggis é curto, no ônibus o pagode deu lugar à tecnologica. Os jogadores preferem escutar músicas em Ipods. Mas na concentração o repertório é comandado por Ronaldinho Gaúcho e Robinho. Os jogadores levaram vários instrumentos para o período de treinos.


- Cada um tem o seu gosto. Fazemos a nossa cantoria. Às vezes é coisa de momento. Cantamos uma que todo mundo gosta, mas quando começar a Copa do Mundo é que vamos saber qual vai ser a que vai pegar mesmo - diz Juan.


Além de músicas do Grupo Fundo de Quintal, os jogadores também gostam de cantar Zeca Pagodinho e Ivete Sangalo.


VEJA A LETRA


Ô, Irene
Fundo de Quintal


Ô Irene, Ô Irene
Ô Irene, Ô Irene
Vai buscar o querosene
Pra acender o fogareiro
Eu disse mel, alfavaca
Feitos do manjericão
Arruda e pimenta
Pra dispersar o mau olhado
Meu pai minha mãe mandou
Meu pai minha mãe mandou
Meu pai minha mãe mandou você
Tomar um banho de alecrim cheiroso
De alecrim cheiroso, de alecrim cheiroso

Freitag, Juni 02, 2006

Kaka zu Real Madrid?

Não penso no Real, e sim, na Copa
Perto de ser o mais caro da história, meia diz que o foco está na seleção brasileira

Jogador menos badalado do quarteto mágico, Kaká está perto de ser o jogador mais caro da história do futebol mundial (veja a lista ao lado). O Real Madrid, da Espanha, negocia a compra do meia com o Milan e oferece cerca de 70 milhões de euros (cerca de 190 milhões de reais). Pequenos detalhes separam o acerto.

Mas o caçula entre os titulares da seleção diz que não quer pensar nisto agora. Sua cabeça está na Copa do Mundo.

- Tenho que manter o foco. E o meu foco está na seleção brasileira, está na Copa do Mundo. Não estou pensando em clube, em Milan, em Real Madrid. Penso na Copa do Mundo. Deixo tudo isso para o meu pai. Ele é a pessoa de confiança que eu tenho e que cuida dos meus interesses. Fico muito feliz em saber que um clube como o Real Madrid tem interesse em que vá jogar lá. Não penso no Real, e sim, na Copa

Kaká não considera que vai ter mais visibilidade jogando no futebol espanhol. Nos últimos anos, os craques brasileiros se destacaram jogando no país. Romário, Ronaldo, Rivaldo e, agora, Ronaldinho Gaúcho foram eleitos pela Fifa os melhores jogadores do mundo enquanto atuavam por lá.

- O Campeonato Italiano, Espanhol e Inglês são os mais vistos no mundo. Recebo carta do mundo inteiro de pessoas que acompanham o Campeonato Italiano.

Segundo a imprensa espanhola, a contratação de Kaká é uma promessa de campanha do candidato à presidência do Real Madrid, Ramón Calderón.

Gute Stimmung beim Krafttraining




Spielerportrait - 11 - Zé Roberto


Zé Roberto kann spektakulär dribbeln und glänzt dabei immer wieder mit seinem geradezu magischen linken Fuß. Er wurde bereits in der Abwehr, im Mittelfeld und im Angriff eingesetzt, vorzugsweise auf der linken Seite. Bereits zwei Mal gewann er mit Brasilien die Copa América, und auch beim FIFA-Weltpokal France '98™ war er dabei – nicht allerdings beim FIFA-Weltpokal Korea/Japan 2002™. Mit dem Trainerwechsel kehrte er jedoch in die brasilianische Nationalelf zurück und war beim FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005 sowie in der Qualifikation für die FIFA WM 2006™ mit von der Partie. Mit dem FC Bayern München wurde er 2003, 2005 und 2006 jeweils Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger.

Spielerportrait - 10 - Ronaldinho Gaucho


Obwohl er mit einer atemberaubenden Technik und einem beinahe übernatürlichen Ballgefühl gesegnet ist, wird der sympathisch bescheidene Ronaldinho Gaucho immer noch rot, wenn er im selben Atemzug mit Größen wie Pelé und Zico genannt wird. Vielleicht strebt er den Status brasilianischer Legenden wie Garrincha, Didi oder Vava auch nicht bewusst an, aber mit jedem Spiel wächst das Gefühl, dass Ronaldinho einer der besten Fussballer werden könnte, die die Welt je gesehen hat.

Ronaldo de Assis Moreira, besser bekannt Ronaldinho, wurde am 21. März 1980 im Stadtteil Restinga von Porto Alegre im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul geboren. Als er sieben Jahre alt war, meldete sein älterer Bruder Roberto Assis, Profispieler beim einheimischen Team Gremio Porto Alegre, den talentierten Jungen bei einer Jugendmannschaft seines Vereins an. Der Star vom FC Barcelona hat nie vergessen, dass sein Bruder ihm geholfen hat, dorthin zu kommen, wo er heute ist. "Mein größter Held ist mein Bruder. Er ist ein strahlendes Vorbild als Vater, Bruder und Fussballer."

Acht Jahre später wurde Ronaldinho zum ersten Mal in die brasilianische Jugendnationalmannschaft berufen, zwei Jahre später gehörte er zu dem Team, das die FIFA-U-17-Weltmeisterschaft in Ägypten gewann.

1998 wurde der brasilianische Maestro Profi und feierte seinen ersten Vertrag, indem er mit seiner Mannschaft 1:0 gegen das Team von Vasco de Gama aus Rio de Janeiro gewann.

Es sollte ein weiteres Jahr dauern, bevor Ronaldinho in der Weltelite des Fussballs Aufsehen erregte. Nachdem Ronaldinho als Torschützenkönig zur Landesmeisterschaft seines Vereins beigetragen hatte, gab er 1999 in einem Freundschaftsspiel gegen Lettland sein offizielles Debüt in der Seleção. Während der Copa America desselben Jahres ließ der schnellfüßige Stürmer mit einem Traumtor zum 7:0-Kantersieg der Brasilianer gegen Venezuela eine faszinierende Vorahnung seiner glorreichen Zukunft aufscheinen. Namensvetter Ronaldo

In die Zeit des Beginns von Ronaldinhos internationaler Karriere fällt auch die Taufe auf den Nachnamen Gaucho, wie man die Menschen aus des Region Rio Grande do Sul nennt, damit ihn niemand mit dem anderen Ronaldo verwechselte, den viele Brasilianer damals noch als Ronaldinho kannten. Mittlerweile sind die beiden so berühmt, dass diese Unterscheidung nicht mehr notwendig ist.

2001 wechselte der aufstrebende Star nach langwierigen Transferstreitigkeiten von Gremio zum französischen Verein Paris Saint-Germain, gerade noch rechtzeitig, um Ronaldinho einen Platz im Kader der Auriverde für den FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ zu sichern, wo er einen entscheidenden Beitrag zum brasilianischen Titelgewinn leistete.

Nach dem fünften WM-Sieg für sein Land kehrte Ronaldinho zunächst zu PSG zurück, wo es ihn jedoch nicht mehr lange hielt. Ungeachtet von Spekulationen, die ihn mit Manchester United und Real Madrid in Verbindung brachten, landete er beim katalanischen Giganten Barcelona. Dem Klub war seine Unterschrift die vereinseigene Rekordsumme von 30 Millionen Euro wert.

Der Gewinner des FIFA-Weltpokals kam gerade rechtzeitig, um Barça nach einem durchwachsenen Start der Saison 2003/04 noch zu einem zweiten Platz hinter Valencia zu führen. Im Jahr 2005 bestätigte Ronaldinho mit neun Treffern und zahllosen Vorlagen zum 17. Titelgewinn seines Vereins in der Primera Liga, dem ersten seit der Saison 1998/99, seinen Heldenstatus in den Augen der Azulgrana, der Barça-Fans.

Heute ist Ronaldinho eines der bekanntesten Gesichter im Weltfussball und hat in relativ kurzer Zeit eine imposante Sammlung persönlicher Titel und Auszeichnungen angehäuft. 2005 überreichte ihm die Zeitschrift France Football den Goldenen Ball für Europas Fussballer des Jahrers, bevor er zur Krönung eines überragenden Jahres zum zweiten Mal in Folge zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewählt wurde.

Der technisch brillante und mitreißende Dribbler Ronaldinho ist in Carlos Alberto Parreiras brasilianischer Mannschaft für die FIFA-Fussballweltmeisterschaft 2006™ in Deutschland auf jeden Fall gesetzt.

Trotz allen Erfolgen gesteht Ronaldinho: "Ich habe immer seltsame Gedanken gehabt, ich war ein echter Träumer. Während der WM 1994 habe ich Romario lächeln sehen und gedacht: "So möchte ich auch mal aussehen. Als Ronaldo zum besten Spieler der Welt gewählt wurde, wollte ich genauso sein wie er." Die Worte des charismatischen Brasilianers beweisen zumindest eines: Manchmal werden Träume wahr.

Spielerportrait - 9 - Ronaldo


Nur selten können nackte Fakten und Zahlen der Karriere eines Fussballers etwas von seinem puren Talent vermitteln. Ronaldo Luiz Nazario da Silva ist schlicht und einfach einer der größten Mittelstürmer in der Geschichte des Weltfussballs, der mit seinen Sprints und Dribblings eine ganze Gegenmannschaft alt aussehen lassen kann. Drei Mal wurde er zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewählt, zwei Mal war er bereits Weltmeister, und diese Ehrungen sind nur die Spitze des Eisbergs der alle Rekorde brechenden Karriere des Mannes, den man "Il Fenomeno" nennt.

Ronaldo wurde im Arbeiterviertel Bento Ribeiro am Stadtrand von Rio de Janeiro geboren und sein überragendes Talent schon in sehr jungem Alter erkannt, so dass er seine Profikarriere bereits als Jugendlicher begann. Mit 15 spielte er für Sao Cristovao, einem Verein aus Rio, bevor ihn der Club Cruzeiro aus Belo Horizonte verpflichtete, wo sich der junge Stürmer mit brillianten Auftritten beim Campeonato Brasileiro schnell einen Namen machte, so dass er schon als Siebzehnjähriger in die A-Nationalmannschaft berufen wurde.

1994 gehörte er zum Kader des Weltmeisters Brasilien, im selben Jahr wechselte das Fussball-Wunderkind zum PSV Eindhoven in die Niederlande. In den zwei Jahren dort erzielte er in nur 57 Spielen 54 Tore, also fast ein Tor pro Spiel.

Diese Trefferquote weckte auch das Interesse Barcelonas, und der katalanische Spitzenklub verschwendete keine Zeit, sich die Unterschrift des neuen Stars zu sichern. In Barcelona erklomm Ronaldo neue Höhen und wurde 1996 und 1997 zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewählt. Die FIFA-Fussballweltmeisterschaft 1998™ in Frankreich begann der mittlerweile bei Inter Mailand aktive Ronaldo als Stammspieler der Nationalmannschaft. Unter Führung von Trainer Mario Jorge Lobo Zagallo stürmten die Brasilianer ins Finale, das sie dann mit 0:3 gegen Gastgeber Frankreich verloren. Dieses Resultat erschütterte ganz Brasilien und war für Ronaldo der Beginn des turbulentesten Kapitels seiner Fussballerkarriere. Am Morgen des Finales hatte der sprunghafte Stürmer plötzlich unter heftigen Krämpfen gelitten, so dass sein Einsatz lange fraglich war. Obwohl Ronaldo die Zähne zusammenbiss und auflief, gaben viele Mitglieder des brasilianischen Kaders hinterher zu, dass der Zwischenfall die Mannschaft entscheidend destabilisierte.

Rückschlag durch Verletzung
Aber das Schlimmste stand dem brasilianischen Stürmer noch bevor. Nachdem ihm der WM-Titel entglitten war, machte Ronaldo die schwierigste Phase seiner Karriere durch. Am 21. November 1999 spürte Ronaldo in einem Spiel der Serie A gegen Lecce, wie sein Knie nachgab, und er musste humpelnd das Feld verlassen. Medizinische Untersuchungen bestätigten, dass der Stürmer sich die Bänder im rechten Knie gerissen hatte und operiert werden musste. Nur vier Monate nach seiner Operation versuchte er am 12. April 2000 im Hinspiel des italienischen Pokalfinales gegen Lazio Rom ein Comeback.

Aber nur sechs Minuten nach Spielbeginn verdrehte sich der frei stehende Ronaldo das gerade genesene Knie. Das Bild des zusammengesunkenen und vor Schmerzen schluchzenden brasilianischen Stürmers geht einem bis heute nahe.

Erneut bestätigten die Ärzte Ronaldos schlimmste Befürchtungen: Die Bänder des rechten Knies waren wieder gerissen. Man war sich uneins über die Schwere der Verletzung, aber die Zukunft des Torjägers sah düster aus. Viele Spezialisten waren sogar der Ansicht, dass er sein fussballerisches Genie nie ganz zurückerlangen würde und seine Karriere so gut wie beendet sei. Aber am 20. September 2001, 17 Monate und acht Tage nach der ersten Verletzung, gab Ronaldo in einem UEF Cup-Spiel gegen den rumänischen Club Brasov in Triest sein erneutes Comeback. Bald wurde deutlich, dass der brilliante Brasilianer seine Torjägerqualitäten trotz der langen Genesungsphase nicht verloren hatte.

2002 wechselte er zurück nach Spanien zu Real Madrid und im selben Jahr spekulierte der brasilianische Trainer Luiz Felipe Scolari darauf, dass der Stürmer seine Form wieder finden würde und berief ihn in seinen WM-Kader. Einen besseren Ausgang hätte niemand prophezeien können. Die Brasilianer gewannen nicht nur ihren fünften Weltmeistertitel, "Il Fenomeno" wurde mit acht Treffern in nur sieben Spielen auch Torschützenkönig. Nur Pelé hat bei Weltmeisterschaften so viele Tore für Brasilien erzielt, beide Spieler haben zwölf Mal getroffen. 2006 will Ronaldo diese Zahl und auch Gerd Müllers langjährigen Rekord noch übertreffen, der mit 14 Toren nach wie vor der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte des FIFA Weltpokals™ ist. Gegnerische Abwehrreihen sollten sich also vorsehen.

Spielerportrait - 8 - Kaka


Kakà ist ein zielstrebiger, laufstarker und aggressiv agierender offensiver Mittelfeldspieler mit guter Ballbeherrschung, der bei Bedarf auch im Angriff eingesetzt werden kann. Zu Beginn seiner Karriere schrieb er mit seinem teilweise unbeherrschten Zweikampfverhalten Negativschlagzeilen. Kakà wechselte 2003 von São Paulo zum AC Mailand, nachdem er im Jahr 2002 zum besten Spieler der brasilianischen Meisterschaft gewählt worden war. In seiner ersten Saison in Italien sicherte er Milan direkt den Titel in der Serie A. Kakà nahm mit der brasilianischen Nationalelf am FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ teil und erzielte im Auftaktspiel der Qualifikation für die FIFA WM 2006™ den Siegtreffer.

Spielerportrait - 7 - Adriano


Adriano Leite Ribeiro wurde am 17. Februar 1982 in Rio de Janeiro geboren und begann seine Karriere 1999 in der Jugendmannschaft von Flamengo. Seine beeindruckende Statur und sein großartiges Spiel ohne Ball erweckten schon bald die Aufmerksamkeit der Vereinsführung, und ein Jahr später wurde er direkt aus der Jugend in die erste Mannschaft befördert.

2001 folgte für den Stürmer ein Traumtransfer zum italienischen Topverein Inter Mailand. Am 14. August desselben Jahres streifte er beim prestigeträchtigen Santiago Bernabeu-Turnier vor dem Saisonauftakt gegen Gastgeber Real Madrid zum ersten Mal das berühmte blau-schwarze Trikot über. Er kam erst in der zweiten Halbzeit des Spiels auf's Feld und brauchte ganze neun Minuten, um seine Duftmarke zu hinterlassen. Mit einem präzisen direkten Freistoß sicherte er seiner neuen Mannschaft einen 2:1-Sieg über den ruhmreichen spanischen Gegner.

Zu Beginn des Jahres 2002 wurde er an Florenz ausgeliehen, das auf dem Rasen und abseits des Feldes eine schwere Krise durchmachte. 15 Mal trat er in der Serie A für die Viola an und erzielte dabei sechs Tore, die den toskanischen Klub jedoch nicht vor dem Abstieg retten konnten. In der folgenden Saison übernahm Parma seinen Vertrag. Hier erzielte er 15 Treffer in 28 Spielen, womit er zu den Toptorschützen der Serie A zählte. Diese Torausbeute veranlasste Inter 2004, ihn aus seinem Leihvertrag zurückzukaufen. Seither ist Adriano ein Publikumsliebling bei den Fans der Nerazzuri, die ihm den Spitznamen Imperatore ("der Herrscher") verliehen haben.

Nicht nur auf Vereinsebene, sondern auch in der Nationalmannschaft begann Adrianos Karriere ungewöhnlich früh. 1999 fing er als Profi bei Flamengo an, im selben Jahr wurde er berufen, sein Land bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft in Neuseeland zu vertreten, die die Brasilianer gewannen. Kontroverse Nominierung

Im folgenden Jahr berief Emerson Leao, Trainer der Seleção, den Stürmer für das WM-Qualifikationsspiel gegen Kolumbien. Diese Nominierung wurde heftig kritisiert, aber der Trainer blieb bei seiner Entscheidung: "Er ist groß, kräftig, hat eine explosive Dynamik und einen Torjägerinstinkt. Mit ihm habe ich mehr taktische Möglichkeiten. Er ist ein Mann für die Zukunft."

2001 gewann er mit Brasiliens U-20 den Südamerikapokal und war mit sechs Treffern zweitbester Torschütze bei der FIFA-Juniorenweltmeisterschaft in Argentinien.

Diese Erfolge brachten Adriano 2003 für eine Reihe von Freundschaftsspielen eine erneute Berufung in die Nationalmannschaft ein. In einer der Partien, einer 1:2-Niederlage gegen Portugal, ersetzte Adriano in der zweiten Hälfte niemand Geringeren als Ronaldo. Aber der junge Torjäger ließ sich davon nicht beeindrucken und trat so selbstbewusst auf, dass Parreira meinte: "Wenn es mal hart auf hart geht, wird Adriano zur Stelle sein."

Diese Worte des Trainers sollten sich als prophetisch erweisen. 2004 erzielte der Stürmer im Finale der Copa America gegen Argentinien Sekunden vor dem Abpfiff den 2:2-Ausgleichstreffer und erzwang so eine Verlängerung. Brasilien gewann den Titel schließlich nach Elfmeterschießen und Adriano mehrte als Torschützenkönig des Turniers seinen Ruf.

Beim FIFA Konförderationen-Pokal im vergangenen Jahr in Deutschland stellte er seine Matchwinner-Qualitäten ein weiteres Mal unter Beweis, als er seine Mannschaft im Halbfinale gegen Deutschland mit zwei Toren ins Finale führte. In dem Turnier bestätigte er seinen Ruf als echter Weltklassespieler und gewann nicht nur den Goldenen Schuh für den erfolgreichsten Torschützen, sondern auch den Goldenen Ball für den besten Spieler.

In diesem Sommer möchte Adriano an seine starken Leistungen und mit der Seleção an die Siegesserie der Brasilianer anknüpfen. Ein Erfolg in Deutschland 2006 wäre ohne Zweifel der größte Triumph seiner schon jetzt strahlenden Karriere.

Spielerportrait - 6 - Roberto Carlos


Mit seinem linken Hammer und einem schier unglaublichen Lungenvolumen ist Roberto Carlos ein physisches Phänomen, der ein ganzes Spiel lang zur Unterstützung der Offensive den Flügel hinunter stürmen kann, ohne dabei seine Defensivaufgaben zu vernachlässigen. Der stürmende Linksverteidiger ist ohne Zweifel einer der größten brasilianischen Fussballer aller Zeiten.

Roberto Carlos da Silva wurde am 10. April 1973 auf einer Kaffeeplantage in der Stadt Garcas, ein Stück landeinwärts von Sao Paulo, geboren. Im Alter von drei Jahren bekam er seinen ersten Ball, nur fünf Jahre später spielte er bei den Männern in der Mannschaft seines Vaters mit. Nach dem Umzug seiner Familie nach Cordeiropolis wurde Roberto Carlos 1981 in die Jugendmannschaft des einheimischen Teams Jogos Abertos do Interior aufgenommen.

Seine Profikarriere begann er 1988 bei União São João, wo er fünf Jahre in der zweiten Mannschaft spielte, nachdem er die diversen Jugendmannschaften im Eiltempo durchlaufen hatte. 1990 wurde Roberto Carlos unter den wachsamen Augen von Ernesto Paulo in die brasilianische Junioren-Nationalmannschaft berufen und gehörte zu dem Team, das 1991 das Finale bei der FIFA-Junioren-Weltmeisterschaft erreichte. Außerdem spielte er in der Mannschaft, die sich nicht für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona qualifizieren konnte.

Nach seinen starken Leistungen in der rückte der Linksverteidiger 1992 auch in die erste Mannschaft von União auf, bevor er noch im selben Jahr an Palmeiras verkauft wurde. Wechsel nach Italien

Bei O Verdão ("den Grünen") nahm Roberto Carlos' Weg zum Ruhm endgültig seinen Lauf. Mit seiner Mannschaft gewann er zwei brasilianische Titel, zwei Mal das Campoenata Paulista und einmal den Rio-Sao Paulo-Cup, bevor er 1995 zu den Großinvestoren von Inter Mailand in die Serie A wechselte. Aber nicht einmal ein Jahr später folgte ein erneuter Wechsel zum spanischen Rekordmeister Real Madrid. Im Bernabeu-Stadion, wo er bis heute spielt, hat Roberto Carlos in einer Ära der Triumphe unter anderem drei UEFA Champions League-Titel (1998, 2000 und 2002) und zwei Toyota Interkontinental-Pokale(1998 und 2002) gewonnen.

Sein Debüt in der brasilianischen Nationalmannschaft gab er 1993 unter Trainer Carlos Alberto Parreira, gehörte jedoch nicht zum Kader für den FIFA Weltpokal™ in den USA 1994, wo die Auriverde zum vierten Mal den Titel gewannen. Das sah vier Jahre später beim FIFA Weltpokal™ in Frankreich schon ganz anders aus. Dort zählte der Linksverteidiger neben Ronaldo und Rivaldo zu den Stars seiner Mannschaft.

Nachdem er den Rückschlag der Finalniederlage auf französischem Boden weggesteckt hatte, blieb Roberto Carlos auch beim FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ unbestritten auf seiner Position und spielte eine Schlüsselrolle beim fünften brasilianischen Titelgewinn.

Roberto Carlos hat in seiner Karriere auch zahlreiche persönliche Auszeichnungen erhalten. 1997 wurde er von der FIFA zum zweitbesten Fussballer der Welt gewählt, ein Jahr später bei der achten Wahl der spanischen Nachrichtenagentur EFE zum lateinamerikanischen Spieler des Jahres gekürt.

Der sagenumwobene linke Fuß des Samba-Stars hat eine unauslöschbare Spur in der Fussballgeschichte hinterlassen. Von seinen Torschüssen, die eine Geschwindigkeit von mehr als 110 Stundenkilometern erreichen können, wird vor allem ein Freistoß lange in der Erinnerung fortleben. Bei einem internationalen Turnier in Frankreich 1997 feuerte Carlos von weit außerhalb des Strafraums einen Schuss ab, der sich wie auf einer Kreisbahn um die Mauer drehte, bevor er hinter Fabien Barthez im Tor einschlug. Dieser Kunstschuss sorgte weltweit für Verblüffung und wurde sogar Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Spielerportrait - 5 - Emerson


Emerson ist ein absolutes Allround-Talent im Mittelfeld: Spielmacher, Dribbelkünstler und Balleroberer. Er verpasste den FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™, da er sich unmittelbar vor Turnierbeginn an der Schulter verletzte, als er in einem Trainingsspiel spaßeshalber die Torwartposition übernommen hatte. 2005 hatte er dann mehr Glück und gewann mit den Brasilianern den FIFA Konföderationen-Pokal. 1995 sicherte er sich mit dem brasilianischen Verein Gremio den Turniersieg bei der Copa Libertadores. 1997 heuerte er bei Bayer Leverkusen an. Nach seinem Wechsel nach Italien gewann er im Jahr 2001 den Titel in der Serie A mit dem AS Rom und 2005 mit Juventus Turin.

Spielerportrait - 4 - Juan


Der Innenverteidiger zeichnet sich vor allem durch seine Kopfballstärke bei hohen Bällen aus. Aufgrund seiner teilweise wechselhaften Leistungen hat Juan keinen Stammplatz in der brasilianischen Nationalelf sicher. Er gehörte dem Team an, das 2004 die Copa América gewann und erzielte in der Gruppenphase sein erstes Länderspieltor. Weitere Erfolge waren der Titelgewinne beim FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005 sowie bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft 1995. 2002 bewahrte er Bayer Leverkusen in seiner ersten Saison vor dem drohenden Abstieg aus der Bundesliga.

Spielerportrait - 3 - Lucio


Einerseits gilt Lucio als einer der besten Verteidiger der Welt, andererseits ist er durch seine Vorstöße aus der eigenen Hälfte eine Bereicherung für jede Mannschaft. Bei der Endrunde des FIFA Weltpokals Korea/Japan 2002™ kam er von der ersten bis zur letzten Minute zum Einsatz, auch in der Qualifikation zur FIFA WM 2006™ war der Innenverteidiger regelmäßig dabei. Zwar war er 2004 bei der Copa América nicht mit von der Partie, dafür holte er sich 2005 jedoch mit Brasilien den FIFA Konföderationen-Pokal. 2002 erzielte er im Finale der Champions League bei der 1:2-Niederlage gegen Real Madrid das Tor von Bayer Leverkusen. 2004 wechselte er dann zum FC Bayern München.

Spielerportrait - 2 - Cafu


Während Rekordweltmeister Brasilien bei der FIFA-Fussballweltmeisterschaft 2006™ in Deutschland den sechsten Titelgewinn anstrebt, wollen einige Spieler im Kader der Südamerikaner persönliche Rekorde aufstellen. Einer von ihnen ist der Rechtsverteidiger und legendäre Kapitän der Brasilianer, Cafu.

Cafu, der einen Stammplatz in der Startelf von Trainer Carlos Alberto Parreira sicher hat, will in die Geschichte eingehen als einziger Spieler, der an vier WM-Endrunden teilgenommen, dabei die meisten Einsätze für sein Land bestritten und als einziger Kapitän den FIFA WM-Pokal zwei Mal entgegen genommen hat. Diese Superlative wären die Krönung einer glänzenden Karriere, deren typisches Merkmal schon immer Cafus Beharrlichkeit war.

Marcos Evangelista de Moraes wurde am 7. Juni 1970 geboren, während die auf dem Weg zu ihrem dritten Titel in Mexiko ein Gruppenspiel gegen England bestritt. Den Spitznamen Cafu bekam er erst als Spieler der Jugendmannschaften von Itaquaquecetuba, wo man ihn wegen seiner Schnelligkeit mit Cafuringa verglich, dem früheren Außenstürmer von Fluminense und Atletico Mineiro.

Cafus Kindheit in Jardim Irene in Sao Paulo war von seiner Leidenschaft für den Fussball bestimmt. Mit sieben bekam er einen Platz in einem Fussballinternat und spielte dann für die Jugendmannschaften von Nacional AC, Portuguesa de Desportos und Itaquaquecetuba AC.

Allerdings lernte der junge Cafu bald auch die harten Realitäten des Fussballs kennen, mehrere große Vereine, darunter Sao Paulo, lehnten ihn mehrfach ab. Doch er gab seinen Traum nie auf. Seine Beharrlichkeit wurde schließlich belohnt, als er 1988 ausgerechnet von Sao Paulo verpflichtet und ein Schlüsselspieler des triumphalen Teams wurde, das unter anderem 1992 und 1993 die Copa Libertadores und den Interkontinental-Pokal gewann. Mitte der neunziger Jahre taten sich Risse in der großen Mannschaft auf, 1995 unterschrieb Cafu beim spanischen Erstligisten Real Saragossa, mit dem er noch im gleichen Jahr den Europapokal der Pokalsieger gewann. Alle Wege führen nach Rom

Cafus spanisches Gastspiel sollte jedoch nicht von langer Dauer sein, und nach einer kurzen Phase bei Juventude wechselte er 1996 zu Palmeiras. Aber 1997 war er schon wieder unterwegs, diesmal zum AS Rom in die italienische Serie A. Dort wurde Cafu rasch zum Stammspieler und Publikumsliebling bei den Fans der Giallorossi, die ihm wegen seiner typischen Flankenläufe auf der rechten Seite den Spitznamen Il Pendolino ("der Schnellzug") gaben. 2001 gewann er mit Rom die italienische Meisterschaft, bevor er 2003 zu seinem aktuellen Verein AC Mailand wechselte, mit dem er 2004 ein weiteres Mal die Meisterschaft errang.

Im September 1990 gab Cafu gegen Spanien sein Länderspieldebüt, 1994 wurde er als möglicher Ersatz für Jorginho in den Kader der Brasilianer für die FIFA-Fussballweltmeisterschaft USA™ berufen. Dort wurde er im Finale gegen Italien weltberühmt: Bereits in der ersten Halbzeit kam er für Jorginho ins Spiel und trug mit einer überragenden Leistung zum brasilianischen 3:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen die Azzurri bei, nachdem sich beide Mannschaften in der regulären Spielzeit plus Verlängerung gegenseitig neutralisiert hatten.

Dieser Triumph war der Beginn einer enorm erfolgreichen Karriere in der brasilianischen Nationalmannschaft, in der er fortan gesetzt war. Mit ihr gewann er 1997 und 1999 die Copa America und zog 1998 ins Finale des FIFA Weltpokals gegen Gastgeber Frankreich ein. Kurz vor dem FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ fiel der brasilianische Kapitän Emerson wegen Verletzung aus, die Binde wurde an Cafu weitergereicht, der somit die Ehre hatte, nach dem 2:0-Sieg über Deutschland den FIFA-Weltpokal für den fünften Titelgewinn entgegenzunehmen.

Cafu hat in seiner strahlenden Karriere auch zahlreiche persönliche Ehrungen gesammelt. Dabei wird ihm kaum eine so viel bedeutet haben wie die Tatsache, dass Pelé ihn im März 2004 auf seine Liste der 125 größten noch lebenden Fussballer setzte.

Spielerportrait - 1 - Dida


Dida ist ein Torhüter, der immer einen kühlen Kopf bewahrt und einerseits für brillante Paraden, andererseits aber auch für seine Leistungsschwankungen bekannt ist. Bei ihm kommt es durchaus vor, dass ihm wenige Augenblicke nach einer absoluten Glanzparade ein eklatanter Fehler unterläuft. Nach dem FIFA-Weltpokal France '98™ sicherte er sich endgültig einen Platz in der Seleção, wobei er bereits zuvor bei der Copa América sowie bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta zum Einsatz gekommen war. Dida hat in seiner langen Karriere zahlreiche große Wettbewerbe gewonnen, unter anderem den FIFA Weltpokal™, den FIFA Konföderationen-Pokal, die Copa América, die brasilianischen und italienischen Meisterschaften und Pokalwettbewerbe, die UEFA Champions League, die Copa Libertadores sowie die FIFA Klub-Weltmeisterschaft.

Donnerstag, Juni 01, 2006

Filho de Ronaldinho Gaúcho é flagrado na praia


Revista "Quem" publica primeiras fotos de João, de um ano e três meses
A revista “Quem” revela nesta quarta-feira as primeiras fotos do filho de Ronaldinho Gaúcho, o melhor jogador do mundo. O craque cobriu o garoto de cuidados, principalmente quanto à sua exposição na mídia.

João tem um ano e três meses de idade. Ele foi flagrado brincando na Praia da Reserva, no Rio de Janeiro, com sua mãe, a ex-dançarina do Domingão do Faustão Janaína Mendes. João parece também já ter escolhido seu time. O garoto aparece nas fotos brincando com uma bola de futebol com o escudo do Flamengo.

João tem um forte esquema de segurança à sua disposição. Tudo para não colocar o filho do melhor jogador do mundo em perigo. Três seguranças sempre acompanham Janaína e o filho.

Mittwoch, Mai 31, 2006

Edmilson muss auf WM verzichten

Neun Tage vor Beginn der WM in Deutschland muss Titelverteidiger Brasilien den ersten Ausfall im WM-Kader schlucken. Defensivspieler Edmilson vom spanischen Champions-League-Sieger FC Barcelona erlitt während des Trainingslagers in Weggis/Schweiz im rechten Knie einen Außenmeniskus-Einriss und fällt damit für das Turnier aus.

Edmilson hatte bereits zu Wochenbeginn über eine Schwellung an der Außenseite des Knies geklagt, wurde jedoch beim Testspiel des fünfmaligen Weltmeisters am vergangenen Dienstag gegen den FC Luzern in Basel 25 Minuten vor Schluss eingewechselt. Gleich bei seinem ersten Schussversuch verspürte er erneut Schmerzen. Eine Kernspintomographie am Mittwochmorgen ergab die Diagnose und damit das WM-Aus für Edmilson.

Schweizerin von Brasil Kickern verzaubert

Als Fan der ersten Stunde war es für M.H. aus St. Gallen ein einmaliges Erlebnis, den Brasil Kickern live zuzuschauen. Von einer Arbeitskollegin, J.S. aus St. Gallen, war die junge Frau schon vor dem Traingsbesuch auf besonders gut aussehende Kicker aufmerksam gemacht worden.
Mit diesem Vorwissen war M.H. dann nicht mehr zu stoppen, als Dida das Feld betrat und den Bällen nachhechtete. Als Dida der St. Gallerin zuzwinkerte war es dann um sie geschehen:"Ich schmelze".

Brasilien gegen Luzern in Torlaune


Die Brasilianer führten im Spiel gegen Luzern das Zepter und gewannen die Partie mit einem gnadenlosen 8:0. Die Zuschauer gaben sich bei Samba-Klängen dem Brasil-Fieber hin.

Weltmeister Brasilien zeigte sich auch im zweiten Testspiel auf Schweizer Boden in bester Torlaune und besiegte den FC Luzern Selection im ausverkauften St.-Jakob-Park mit 8:0.

Adriano und Ronaldo erzielten je zwei Tore, die weiteren steuerten Kaka, Lucio, Juninho und Robinho bei. 30'000 gut gelaunte Zuschauer erlebten einen lockeren fünfachen Weltmeister, der nicht mit herrlichen Spielzügen geizte und immer wieder mit technischen Kabinettstückchen aufwartete. Das Tor des Abends erzielte Freistoss-Spezialist Juninho, der einen Freistoss aus 20 Metern wunderschön in die entferntere hohe Torecke zirkelte. Ohne Treffer blieb für einmal Superstar Ronaldinho, der dafür nach der Partie zum besten Spieler gewählt wurde.
Kräfte liessen in 2. Halbzeit nach
Der Innerschweizer Super-League-Aufsteiger hielt vor allem in der ersten Halbzeit gut mit und lag nach 45 Minuten erst mit 0:3 zurück. Als die Verstärkungen Remo Meyer von 1860 München und Pirmin Schwegler von Bayer Leverkusen den Platz verliessen, liessen auch die Kräfte der Luzerner allmählich nach. Der Brasilianer Everson Ratinho kam in den letzten zwölf Minuten zu seinem letzten Einsatz im FCL-Dress. Er bleibt den Innerschweizern jedoch als Nachwuchstrainer erhalten.

Dienstag, Mai 30, 2006

Quarteto mostra entrosamento e Brasil goleia


Ronaldo, Ronaldinho, Kaká e Adriano jogam bem no 8 a 0 sobre time de Lucerna
Um "quadrado mágico" eficiente e uma defesa que ainda precisa de um pouco mais de entrosamento. Assim a seleção brasileira goleou por 8 a 0 o combinado de Lucerna nesta terça-feira na Basiléia como preparação para a Copa do Mundo.


Ronaldinho, Ronaldo, Kaká e Adriano procuraram trocar passes, se movimentaram bem e foram os responsáveis pelos três gols do primeiro tempo. Na etapa final, Parreira aproveitou para escalar os reservas, que não deixaram o ritmo cair, e a equipe marcou mais cinco.


Enquanto o quadrado mostrou um bom entrosamento, os zagueiros e os laterais ainda precisam trabalhar mais juntos. Juan, Lúcio, Roberto Carlos e Cafu tiveram boas atuações, mas a seleção teve falhas de cobertura no avanço dos laterais e de posicionamento dos zagueiros no início da partida. O próximo amistoso é no dia 4, em Genebra, contra a Nova Zelândia.


Quadrado entrosado


O primeiro gol do Brasil foi todo criado pelo "quadrado mágico". Ronaldinho tocou para Ronaldo no meio e o Fenômeno rolou para Adriano no lado. O Imperador segurou a bola e abriu na direita para Kaká, que entrou sozinho e chutou cruzado.


Cafu e Roberto Carlos eram boas opções de ataque. Aos 24, Adriano quase fez um gol de letra após cruzamento do lateral-direito. O Brasil ampliou aos 37, quando Ronaldo chutou na trave e a bola ficou com Kaká, que cruzou para Adriano fazer de cabeça. Cinco minutos depois, o Fenômeno fez o terceiro, após receber lançamento de Kaká e tocar na saída de Zibung.


Na etapa final, Ronaldo marcou seu segundo gol, o quarto do Brasil, aos 13: Adriano roubou a bola do zagueiro, Zé Roberto tocou para a área e o Fenômeno chutou para o fundo das redes. Três minutos depois, um belo gol armado por jogadores da defesa: Emerson tocou de três dedos para Lúcio, sozinho na esquerda, entrar na área e bater cruzado.


Já sem Kaká, Ronaldo e Ronaldinho, substituídos por Parreira, a seleção chegou ao sexto com um golaço de falta de Juninho, acertando o ângulo do goleiro do Lucerna aos 25. Aos 32, outro golaço: Robinho arriscou de fora da área e soltou uma bomba sem defesa. Por fim, Adriano, o único do quarteto que ficou até o final, marcou o oitavo e último do time, aos 40.



COMBINADO DE LUCERNA 0 x 8 BRASIL

Local: Saint Jakob Stadium, na Basiléia (Suíça)
Horário: 15h30m (de Brasília)


Árbitro: Claudio Circhetta
Assistentes: Jütg Bürig e Othmar Schoch


Gols: Kaká, aos 20 do primeiro tempo; Adriano, aos 37 do primeiro tempo; Ronaldo, aos 42 do primeiro tempo; Ronaldo, aos 13 do segundo tempo; Lúcio, aos 16 do segundo tempo; Juninho aos 25 do segundo tempo; Robinho, aos 33 do segundo tempo; Adriano, aos 40 do segundo tempo.


COMBINADO DE LUCERNA: David Zibung (Alex Greco), Christophe Lambert, Remo Meyer (Pascal Bader), Ivan Dal Santo (Nordine Sam), Michael Diethelm, David Andreoli (Sokol Malige), Genc Mehmeti, Pirmin Schwegler (Patrick De Napoli), Caryl Righetti (Hervé Makuka), Jean-Michel Tchouga e Edmond N´Tamoah
Técnico: Thomas Wyss


SELEÇÃO BRASILEIRA: Dida, Cafu (Cicinho), Lúcio, Juan, Roberto Carlos (Gilberto); Emerson (Gilberto Silva), Zé Roberto (Edmilson), Kaká (Juninho), Ronaldinho Gaúcho (Ricardinho); Ronaldo (Robinho) e Adriano.
Técnico: Carlos Alberto Parreira

"Brasilien selbst ist sein schlimmster Feind"


Mit Portugal rechnet sich Luiz Felipe Scolari bei der WM einiges aus. Brasilien, das er 2002 zum Titel führte, stehe aber über allen Teams. Im Interview preist Scolari zudem die deutsche Fußballkultur und spricht über ein mögliches Engagement im Land des WM-Gastgebers.






Frage: Herr Scolari, wo steht Ihre Mannschaft wenige Tage vor Beginn der WM?

Scolari: Portugal strahlt! Portugal ist nun ein ganz neues Team, eine mächtige Mannschaft, die Chancen auf jeden Titel der Welt hat. Portugal hat ein sehr starkes, intelligentes und fittes Team. Es macht mich stolz, mit einer Mannschaft zu spielen, die gewinnen kann, die ihre Gegner beunruhigt und die außerdem einen großartigen Fußball zeigt. Die Fans stehen komplett hinter uns, und das treibt uns seit der EM 2004 an. Und seitdem ist die Unterstützung weiter gewachsen, denn die Leute haben uns gesehen und fühlen, dass wir es noch besser können, als wir es bisher gezeigt haben.

Frage: Was genau erwarten Sie für Portugal bei der Weltmeisterschaft? Was ist Ihr Ziel?

Scolari: Der Sieg ist unser einziges Ziel. Wir sind uns der Stärke der anderen bewusst, wissen aber auch genau, was wir können. Das war meine Arbeit, mein Bestreben, diese Spieler und das ganze Land wieder an ihre Nationalmannschaft glauben zu lassen. Seit 2004 spielen wir brillant, und es gibt nur gute Neuigkeiten. Daher ist unser Ziel bei der Weltmeisterschaft auch der Titel. Seien Sie sicher, dass wir das Finale erreichen und mit den anderen großen Mannschaften um den Titel kämpfen wollen.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen dem Trainerjob in Brasilien und dem in Portugal?

Scolari: Es gibt riesige Unterschiede im Hinblick auf Stil, Atmosphäre, die Gefühle, die Beziehungen. Fußballerisch gesprochen, ist es vollkommen anders und schwerer in Portugal. Denn in Brasilien gibt es so viele Spieler, dass das einzig Schwierige ist zu entscheiden, wer jetzt gerade der Richtige ist. In Europa ist die Kapazität für Einwechselungen kleiner. Bis heute hat es Portugal nur einmal zu einem EM-Finale geschafft.

Frage: Welche Folgerung ziehen Sie daraus?

Scolari: Das ist zu wenig für eine starke Fußballnation. Während Brasilien immer gewinnt, wandelt sich die Mentalität hier. Vierter bei der Weltmeisterschaft zu werden, wäre für Portugal ein historisches Ereignis. Brasilien hat mehr Talente. Portugal dagegen ist taktisch absolute großartig, mit eleganten Bewegungen, wie sie in Europa schwer zu finden sind. Die Portugiesen nehmen Fußball nicht als freudigen Moment, sondern einfach sehr ernst.

Frage: Noch nie gab es ein Land, das so viele Nationaltrainer gestellt hat - es gibt nicht weniger als fünf brasilianische Trainer bei der WM in Deutschland.

Scolari: Viele Leute haben geglaubt, Brasilien könne nur Spieler exportieren. Nun gibt es den Beweis, dass auch Trainer bei ausländischen Mannschaften sehr gefragt sein können. Das zeigt, dass wir auf taktischer Seite viel einzubringen haben, denn Carlos Alberto Parreira, ich, Zico, Alexandre Guimarães und Marcos Paquetá, wir alle tragen große Verantwortung und zeigen großartigen Fußball mit allen fünf Nationalmannschaften. Brasilianische Spieler geben dem Ball einen verträumten Anstrich, brasilianische Trainer geben einem solchen Spiel die Hoffnung auf Entwicklung und dem Stil der Fußballer des Landes, in dem sie arbeiten, ein wenig Farbe. Wir machen den Fußball zu einem größeren Vergnügen. Der Erfolg ist der Beweis für das, was ich da sage. Bald wird es noch mehr brasilianische Trainer auf der Welt geben. Wir sind gut, und wir werden bleiben.

Frage: Wer sind für Sie bei dieser WM die Favoriten?

Scolari: Italien und Argentinien spielen sehr gut. Ich mag das holländische Spiel, ich sehe, dass sich Deutschland dramatisch verbessert hat. Und natürlich habe ich ein Auge auf Spanien und Tschechien. Vor allem aber sehe ich Brasilien, denn sie stehen noch eine Stufe über den anderen. Sie selbst sind ihr schlimmster Feind. Brasilien sollte gewinnen, wenn es nicht jemandem an einem guten Tag gelingt, ihnen in die Quere zu kommen. England könnte diese Mannschaft sein. Ich glaube dieses Mal nicht wie so viele andere an eine Überraschung. Das einzige Land, auf das ich wetten würde, ist Portugal, denn ich habe die anderen Mannschaften ernsthaft analysiert, und Portugal ist in unglaublicher Form.

Frage: Wie wird Ihre Zukunft aussehen, nachdem Ihr Vertrag mit Portugal am 31. Juli ausläuft?

Scolari: Ich könnte mir vorstellen, ein drittes Mal für eine andere Mannschaft zu arbeiten, mir gefällt die Idee. Wenn ich es nicht unter die acht besten Mannschaften der Welt schaffe, betrachte ich meine Arbeit als misslungen und werde gehen. Dann ist alles offen. Wenn ich es aber schaffe, Portugal an die Weltspitze zu bringen, bestehen Chancen, dass ich hier bleibe, in diesem Land, das ich so liebe und in dem meine Familie Freude und Frieden gefunden hat.

Frage: Wer sind Ihre wichtigsten Spieler?

Scolari: Für mich sind alle meine Spieler Schlüsselfiguren. Ich möchte, dass Luis Figo so spielt wie in seinen besten Momenten. Das gleiche gilt für Rui Costa. Ich möchte, dass sie konkurrenzbetont sind, wie Deco, Costinha oder Pauleta. Wie Cristiano Ronaldo. Diese Jungs müssen führen, Seite an Seite mit Ricardo Carvalho und all den anderen. Portugal ist mein Brasilien von 2002: Jeder ist enorm nützlich, wichtig und entscheidend. Portugal muss den Platz einnehmen, den es unter den besten zehn Mannschaften der Welt jetzt hat.

Frage: Könnten Sie auch in Deutschland Trainer werden?

Scolari: Warum nicht? Es ist kulturell ein idealer Ort, und das Land und ich haben viel gemeinsam. Sehen Sie sich nur meine blauen Augen an. Ich komme aus dem südlichen Teil Brasiliens, in dem es so viele deutsche Immigranten gibt, die Teil meiner Kindheit, meines Lebens sind. Meine Familie stammt aus Italien, aber wir haben viel über Deutschland gelernt. Ich könnte mir das vorstellen, denn Deutschland hat eine sehr starke Fußballkultur, die mich sehr interessiert. Und ich möchte das Essen hervorheben, ich mag den Fußball, ich mag das Land, und ich glaube, ich werde die Weltmeisterschaft in Deutschland sehr genießen.

Zwischen Volksfest und Copacabana


Bald wird alles wieder normal sein. Dann kommen die Gäste, um im Vierwaldstätter See zu baden. Oder sie werden auf die Berge kraxeln. Vielleicht wollen sie auch einfach nur ihre Ruhe haben. Weggis, die kleine Gemeinde in der Schweiz, macht auf ihrer Website den Eindruck, als sei sie dann genau der richtige Ort.



Wenn da nicht diese kleine brasilianische Flagge unten wehen würde. "Weggis - Wo Weltmeister trainieren ", steht daneben. Die Zauberer sind da. Ronaldinho, Ronaldo, Kaka, Adriano und wie sie alle heißen. Weggis ist noch bis zum 4. Juni genau der falsche Ort für Leute, die ihre Ruhe haben wollen. "Viele Stammgäste meiden uns wissentlich", sagt Christian Mitterbacher-Wildi. Er führt ein Restaurant, direkt am See gelegen. Als ihn sport.ARD.de zufällig anruft und fragt, wie das denn so sei, dort zu leben, wo Weltmeister trainieren, antwortet er ganz spontan: "Das ist eine Mischung aus Schweizer Volksfest und Copa-Cabana-Stimmung. Alles ist grün und gelb."

Alle für Brasilien

Mitterbacher-Wildi ist "sehr fasziniert" von dem, was sich in der ansonsten so idyllischen Gemeinde bei Luzern abspielt. Auch er hat schon 15 Euro berappt, um sich die Zauberer in dem extra gebauten Stadion anzusehen. Sein Urteil: "Die machen nicht viel."

Ein "bisschen genervt" seien die Brasilianer von dem Trubel. Dabei gelten sie doch als Partykünstler. Zu gerne würden die Kicker vermutlich einmal ausbrechen aus ihrem Hotel, das "hermetisch abgeriegelt" sei. Aber die Festmeile ist nur für die Fans gedacht. "Die kommen aus der ganzen Schweiz, auch aus Deutschland", hat Mitterbacher-Wildi beobachtet. Viele Paare seien darunter, von denen ein Teil häufig aus Südamerika stamme. In den Gesprächen im Restaurant haben sie Mitterbacher-Wildi gesagt, dass sie in Brasilien niemals die Chance hätten, so nah an die Fußballer heran zu kommen. Das erkläre vermutlich auch die Begeisterung, die sich auf alle übertrage. "Dass die Leute so mitgehen, hätte ich nicht gedacht", sagt der Restaurantbesitzer, "ich habe das Gefühl, dass alle für Brasilien sind."

Ein Trikot für den Schweizer Trainer

Wenn es dann aber los gehe, "werden sie wieder patriotisch werden". Jakob Kuhn wird das gerne hören. Der Schweizer Nationaltrainer hat die Brasilianer in Weggis besucht und ein Trikot mit den Unterschriften von Cafu , Ronaldinho und Emerson geschenkt bekommen.

Ein solches Souvenir werden nur wenige mitnehmen, wenn sie Weggis verlassen werden. Schon bald ist es so weit. Dann kommt die Ruhe zurück und die Stammgäste reisen an.

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