Seleçao in Weggis

A seleçao brasileira em Weggis na Suiça

Freitag, Juni 02, 2006

Spielerportrait - 9 - Ronaldo


Nur selten können nackte Fakten und Zahlen der Karriere eines Fussballers etwas von seinem puren Talent vermitteln. Ronaldo Luiz Nazario da Silva ist schlicht und einfach einer der größten Mittelstürmer in der Geschichte des Weltfussballs, der mit seinen Sprints und Dribblings eine ganze Gegenmannschaft alt aussehen lassen kann. Drei Mal wurde er zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewählt, zwei Mal war er bereits Weltmeister, und diese Ehrungen sind nur die Spitze des Eisbergs der alle Rekorde brechenden Karriere des Mannes, den man "Il Fenomeno" nennt.

Ronaldo wurde im Arbeiterviertel Bento Ribeiro am Stadtrand von Rio de Janeiro geboren und sein überragendes Talent schon in sehr jungem Alter erkannt, so dass er seine Profikarriere bereits als Jugendlicher begann. Mit 15 spielte er für Sao Cristovao, einem Verein aus Rio, bevor ihn der Club Cruzeiro aus Belo Horizonte verpflichtete, wo sich der junge Stürmer mit brillianten Auftritten beim Campeonato Brasileiro schnell einen Namen machte, so dass er schon als Siebzehnjähriger in die A-Nationalmannschaft berufen wurde.

1994 gehörte er zum Kader des Weltmeisters Brasilien, im selben Jahr wechselte das Fussball-Wunderkind zum PSV Eindhoven in die Niederlande. In den zwei Jahren dort erzielte er in nur 57 Spielen 54 Tore, also fast ein Tor pro Spiel.

Diese Trefferquote weckte auch das Interesse Barcelonas, und der katalanische Spitzenklub verschwendete keine Zeit, sich die Unterschrift des neuen Stars zu sichern. In Barcelona erklomm Ronaldo neue Höhen und wurde 1996 und 1997 zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewählt. Die FIFA-Fussballweltmeisterschaft 1998™ in Frankreich begann der mittlerweile bei Inter Mailand aktive Ronaldo als Stammspieler der Nationalmannschaft. Unter Führung von Trainer Mario Jorge Lobo Zagallo stürmten die Brasilianer ins Finale, das sie dann mit 0:3 gegen Gastgeber Frankreich verloren. Dieses Resultat erschütterte ganz Brasilien und war für Ronaldo der Beginn des turbulentesten Kapitels seiner Fussballerkarriere. Am Morgen des Finales hatte der sprunghafte Stürmer plötzlich unter heftigen Krämpfen gelitten, so dass sein Einsatz lange fraglich war. Obwohl Ronaldo die Zähne zusammenbiss und auflief, gaben viele Mitglieder des brasilianischen Kaders hinterher zu, dass der Zwischenfall die Mannschaft entscheidend destabilisierte.

Rückschlag durch Verletzung
Aber das Schlimmste stand dem brasilianischen Stürmer noch bevor. Nachdem ihm der WM-Titel entglitten war, machte Ronaldo die schwierigste Phase seiner Karriere durch. Am 21. November 1999 spürte Ronaldo in einem Spiel der Serie A gegen Lecce, wie sein Knie nachgab, und er musste humpelnd das Feld verlassen. Medizinische Untersuchungen bestätigten, dass der Stürmer sich die Bänder im rechten Knie gerissen hatte und operiert werden musste. Nur vier Monate nach seiner Operation versuchte er am 12. April 2000 im Hinspiel des italienischen Pokalfinales gegen Lazio Rom ein Comeback.

Aber nur sechs Minuten nach Spielbeginn verdrehte sich der frei stehende Ronaldo das gerade genesene Knie. Das Bild des zusammengesunkenen und vor Schmerzen schluchzenden brasilianischen Stürmers geht einem bis heute nahe.

Erneut bestätigten die Ärzte Ronaldos schlimmste Befürchtungen: Die Bänder des rechten Knies waren wieder gerissen. Man war sich uneins über die Schwere der Verletzung, aber die Zukunft des Torjägers sah düster aus. Viele Spezialisten waren sogar der Ansicht, dass er sein fussballerisches Genie nie ganz zurückerlangen würde und seine Karriere so gut wie beendet sei. Aber am 20. September 2001, 17 Monate und acht Tage nach der ersten Verletzung, gab Ronaldo in einem UEF Cup-Spiel gegen den rumänischen Club Brasov in Triest sein erneutes Comeback. Bald wurde deutlich, dass der brilliante Brasilianer seine Torjägerqualitäten trotz der langen Genesungsphase nicht verloren hatte.

2002 wechselte er zurück nach Spanien zu Real Madrid und im selben Jahr spekulierte der brasilianische Trainer Luiz Felipe Scolari darauf, dass der Stürmer seine Form wieder finden würde und berief ihn in seinen WM-Kader. Einen besseren Ausgang hätte niemand prophezeien können. Die Brasilianer gewannen nicht nur ihren fünften Weltmeistertitel, "Il Fenomeno" wurde mit acht Treffern in nur sieben Spielen auch Torschützenkönig. Nur Pelé hat bei Weltmeisterschaften so viele Tore für Brasilien erzielt, beide Spieler haben zwölf Mal getroffen. 2006 will Ronaldo diese Zahl und auch Gerd Müllers langjährigen Rekord noch übertreffen, der mit 14 Toren nach wie vor der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte des FIFA Weltpokals™ ist. Gegnerische Abwehrreihen sollten sich also vorsehen.

2 Comments:

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Dienstag, 18 Juli, 2006  
Anonymous Anonym said...

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Samstag, 22 Juli, 2006  

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