Seleçao in Weggis

A seleçao brasileira em Weggis na Suiça

Freitag, Juni 02, 2006

Kaka zu Real Madrid?

Não penso no Real, e sim, na Copa
Perto de ser o mais caro da história, meia diz que o foco está na seleção brasileira

Jogador menos badalado do quarteto mágico, Kaká está perto de ser o jogador mais caro da história do futebol mundial (veja a lista ao lado). O Real Madrid, da Espanha, negocia a compra do meia com o Milan e oferece cerca de 70 milhões de euros (cerca de 190 milhões de reais). Pequenos detalhes separam o acerto.

Mas o caçula entre os titulares da seleção diz que não quer pensar nisto agora. Sua cabeça está na Copa do Mundo.

- Tenho que manter o foco. E o meu foco está na seleção brasileira, está na Copa do Mundo. Não estou pensando em clube, em Milan, em Real Madrid. Penso na Copa do Mundo. Deixo tudo isso para o meu pai. Ele é a pessoa de confiança que eu tenho e que cuida dos meus interesses. Fico muito feliz em saber que um clube como o Real Madrid tem interesse em que vá jogar lá. Não penso no Real, e sim, na Copa

Kaká não considera que vai ter mais visibilidade jogando no futebol espanhol. Nos últimos anos, os craques brasileiros se destacaram jogando no país. Romário, Ronaldo, Rivaldo e, agora, Ronaldinho Gaúcho foram eleitos pela Fifa os melhores jogadores do mundo enquanto atuavam por lá.

- O Campeonato Italiano, Espanhol e Inglês são os mais vistos no mundo. Recebo carta do mundo inteiro de pessoas que acompanham o Campeonato Italiano.

Segundo a imprensa espanhola, a contratação de Kaká é uma promessa de campanha do candidato à presidência do Real Madrid, Ramón Calderón.

Gute Stimmung beim Krafttraining




Spielerportrait - 11 - Zé Roberto


Zé Roberto kann spektakulär dribbeln und glänzt dabei immer wieder mit seinem geradezu magischen linken Fuß. Er wurde bereits in der Abwehr, im Mittelfeld und im Angriff eingesetzt, vorzugsweise auf der linken Seite. Bereits zwei Mal gewann er mit Brasilien die Copa América, und auch beim FIFA-Weltpokal France '98™ war er dabei – nicht allerdings beim FIFA-Weltpokal Korea/Japan 2002™. Mit dem Trainerwechsel kehrte er jedoch in die brasilianische Nationalelf zurück und war beim FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005 sowie in der Qualifikation für die FIFA WM 2006™ mit von der Partie. Mit dem FC Bayern München wurde er 2003, 2005 und 2006 jeweils Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger.

Spielerportrait - 10 - Ronaldinho Gaucho


Obwohl er mit einer atemberaubenden Technik und einem beinahe übernatürlichen Ballgefühl gesegnet ist, wird der sympathisch bescheidene Ronaldinho Gaucho immer noch rot, wenn er im selben Atemzug mit Größen wie Pelé und Zico genannt wird. Vielleicht strebt er den Status brasilianischer Legenden wie Garrincha, Didi oder Vava auch nicht bewusst an, aber mit jedem Spiel wächst das Gefühl, dass Ronaldinho einer der besten Fussballer werden könnte, die die Welt je gesehen hat.

Ronaldo de Assis Moreira, besser bekannt Ronaldinho, wurde am 21. März 1980 im Stadtteil Restinga von Porto Alegre im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul geboren. Als er sieben Jahre alt war, meldete sein älterer Bruder Roberto Assis, Profispieler beim einheimischen Team Gremio Porto Alegre, den talentierten Jungen bei einer Jugendmannschaft seines Vereins an. Der Star vom FC Barcelona hat nie vergessen, dass sein Bruder ihm geholfen hat, dorthin zu kommen, wo er heute ist. "Mein größter Held ist mein Bruder. Er ist ein strahlendes Vorbild als Vater, Bruder und Fussballer."

Acht Jahre später wurde Ronaldinho zum ersten Mal in die brasilianische Jugendnationalmannschaft berufen, zwei Jahre später gehörte er zu dem Team, das die FIFA-U-17-Weltmeisterschaft in Ägypten gewann.

1998 wurde der brasilianische Maestro Profi und feierte seinen ersten Vertrag, indem er mit seiner Mannschaft 1:0 gegen das Team von Vasco de Gama aus Rio de Janeiro gewann.

Es sollte ein weiteres Jahr dauern, bevor Ronaldinho in der Weltelite des Fussballs Aufsehen erregte. Nachdem Ronaldinho als Torschützenkönig zur Landesmeisterschaft seines Vereins beigetragen hatte, gab er 1999 in einem Freundschaftsspiel gegen Lettland sein offizielles Debüt in der Seleção. Während der Copa America desselben Jahres ließ der schnellfüßige Stürmer mit einem Traumtor zum 7:0-Kantersieg der Brasilianer gegen Venezuela eine faszinierende Vorahnung seiner glorreichen Zukunft aufscheinen. Namensvetter Ronaldo

In die Zeit des Beginns von Ronaldinhos internationaler Karriere fällt auch die Taufe auf den Nachnamen Gaucho, wie man die Menschen aus des Region Rio Grande do Sul nennt, damit ihn niemand mit dem anderen Ronaldo verwechselte, den viele Brasilianer damals noch als Ronaldinho kannten. Mittlerweile sind die beiden so berühmt, dass diese Unterscheidung nicht mehr notwendig ist.

2001 wechselte der aufstrebende Star nach langwierigen Transferstreitigkeiten von Gremio zum französischen Verein Paris Saint-Germain, gerade noch rechtzeitig, um Ronaldinho einen Platz im Kader der Auriverde für den FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ zu sichern, wo er einen entscheidenden Beitrag zum brasilianischen Titelgewinn leistete.

Nach dem fünften WM-Sieg für sein Land kehrte Ronaldinho zunächst zu PSG zurück, wo es ihn jedoch nicht mehr lange hielt. Ungeachtet von Spekulationen, die ihn mit Manchester United und Real Madrid in Verbindung brachten, landete er beim katalanischen Giganten Barcelona. Dem Klub war seine Unterschrift die vereinseigene Rekordsumme von 30 Millionen Euro wert.

Der Gewinner des FIFA-Weltpokals kam gerade rechtzeitig, um Barça nach einem durchwachsenen Start der Saison 2003/04 noch zu einem zweiten Platz hinter Valencia zu führen. Im Jahr 2005 bestätigte Ronaldinho mit neun Treffern und zahllosen Vorlagen zum 17. Titelgewinn seines Vereins in der Primera Liga, dem ersten seit der Saison 1998/99, seinen Heldenstatus in den Augen der Azulgrana, der Barça-Fans.

Heute ist Ronaldinho eines der bekanntesten Gesichter im Weltfussball und hat in relativ kurzer Zeit eine imposante Sammlung persönlicher Titel und Auszeichnungen angehäuft. 2005 überreichte ihm die Zeitschrift France Football den Goldenen Ball für Europas Fussballer des Jahrers, bevor er zur Krönung eines überragenden Jahres zum zweiten Mal in Folge zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewählt wurde.

Der technisch brillante und mitreißende Dribbler Ronaldinho ist in Carlos Alberto Parreiras brasilianischer Mannschaft für die FIFA-Fussballweltmeisterschaft 2006™ in Deutschland auf jeden Fall gesetzt.

Trotz allen Erfolgen gesteht Ronaldinho: "Ich habe immer seltsame Gedanken gehabt, ich war ein echter Träumer. Während der WM 1994 habe ich Romario lächeln sehen und gedacht: "So möchte ich auch mal aussehen. Als Ronaldo zum besten Spieler der Welt gewählt wurde, wollte ich genauso sein wie er." Die Worte des charismatischen Brasilianers beweisen zumindest eines: Manchmal werden Träume wahr.

Spielerportrait - 9 - Ronaldo


Nur selten können nackte Fakten und Zahlen der Karriere eines Fussballers etwas von seinem puren Talent vermitteln. Ronaldo Luiz Nazario da Silva ist schlicht und einfach einer der größten Mittelstürmer in der Geschichte des Weltfussballs, der mit seinen Sprints und Dribblings eine ganze Gegenmannschaft alt aussehen lassen kann. Drei Mal wurde er zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewählt, zwei Mal war er bereits Weltmeister, und diese Ehrungen sind nur die Spitze des Eisbergs der alle Rekorde brechenden Karriere des Mannes, den man "Il Fenomeno" nennt.

Ronaldo wurde im Arbeiterviertel Bento Ribeiro am Stadtrand von Rio de Janeiro geboren und sein überragendes Talent schon in sehr jungem Alter erkannt, so dass er seine Profikarriere bereits als Jugendlicher begann. Mit 15 spielte er für Sao Cristovao, einem Verein aus Rio, bevor ihn der Club Cruzeiro aus Belo Horizonte verpflichtete, wo sich der junge Stürmer mit brillianten Auftritten beim Campeonato Brasileiro schnell einen Namen machte, so dass er schon als Siebzehnjähriger in die A-Nationalmannschaft berufen wurde.

1994 gehörte er zum Kader des Weltmeisters Brasilien, im selben Jahr wechselte das Fussball-Wunderkind zum PSV Eindhoven in die Niederlande. In den zwei Jahren dort erzielte er in nur 57 Spielen 54 Tore, also fast ein Tor pro Spiel.

Diese Trefferquote weckte auch das Interesse Barcelonas, und der katalanische Spitzenklub verschwendete keine Zeit, sich die Unterschrift des neuen Stars zu sichern. In Barcelona erklomm Ronaldo neue Höhen und wurde 1996 und 1997 zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewählt. Die FIFA-Fussballweltmeisterschaft 1998™ in Frankreich begann der mittlerweile bei Inter Mailand aktive Ronaldo als Stammspieler der Nationalmannschaft. Unter Führung von Trainer Mario Jorge Lobo Zagallo stürmten die Brasilianer ins Finale, das sie dann mit 0:3 gegen Gastgeber Frankreich verloren. Dieses Resultat erschütterte ganz Brasilien und war für Ronaldo der Beginn des turbulentesten Kapitels seiner Fussballerkarriere. Am Morgen des Finales hatte der sprunghafte Stürmer plötzlich unter heftigen Krämpfen gelitten, so dass sein Einsatz lange fraglich war. Obwohl Ronaldo die Zähne zusammenbiss und auflief, gaben viele Mitglieder des brasilianischen Kaders hinterher zu, dass der Zwischenfall die Mannschaft entscheidend destabilisierte.

Rückschlag durch Verletzung
Aber das Schlimmste stand dem brasilianischen Stürmer noch bevor. Nachdem ihm der WM-Titel entglitten war, machte Ronaldo die schwierigste Phase seiner Karriere durch. Am 21. November 1999 spürte Ronaldo in einem Spiel der Serie A gegen Lecce, wie sein Knie nachgab, und er musste humpelnd das Feld verlassen. Medizinische Untersuchungen bestätigten, dass der Stürmer sich die Bänder im rechten Knie gerissen hatte und operiert werden musste. Nur vier Monate nach seiner Operation versuchte er am 12. April 2000 im Hinspiel des italienischen Pokalfinales gegen Lazio Rom ein Comeback.

Aber nur sechs Minuten nach Spielbeginn verdrehte sich der frei stehende Ronaldo das gerade genesene Knie. Das Bild des zusammengesunkenen und vor Schmerzen schluchzenden brasilianischen Stürmers geht einem bis heute nahe.

Erneut bestätigten die Ärzte Ronaldos schlimmste Befürchtungen: Die Bänder des rechten Knies waren wieder gerissen. Man war sich uneins über die Schwere der Verletzung, aber die Zukunft des Torjägers sah düster aus. Viele Spezialisten waren sogar der Ansicht, dass er sein fussballerisches Genie nie ganz zurückerlangen würde und seine Karriere so gut wie beendet sei. Aber am 20. September 2001, 17 Monate und acht Tage nach der ersten Verletzung, gab Ronaldo in einem UEF Cup-Spiel gegen den rumänischen Club Brasov in Triest sein erneutes Comeback. Bald wurde deutlich, dass der brilliante Brasilianer seine Torjägerqualitäten trotz der langen Genesungsphase nicht verloren hatte.

2002 wechselte er zurück nach Spanien zu Real Madrid und im selben Jahr spekulierte der brasilianische Trainer Luiz Felipe Scolari darauf, dass der Stürmer seine Form wieder finden würde und berief ihn in seinen WM-Kader. Einen besseren Ausgang hätte niemand prophezeien können. Die Brasilianer gewannen nicht nur ihren fünften Weltmeistertitel, "Il Fenomeno" wurde mit acht Treffern in nur sieben Spielen auch Torschützenkönig. Nur Pelé hat bei Weltmeisterschaften so viele Tore für Brasilien erzielt, beide Spieler haben zwölf Mal getroffen. 2006 will Ronaldo diese Zahl und auch Gerd Müllers langjährigen Rekord noch übertreffen, der mit 14 Toren nach wie vor der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte des FIFA Weltpokals™ ist. Gegnerische Abwehrreihen sollten sich also vorsehen.

Spielerportrait - 8 - Kaka


Kakà ist ein zielstrebiger, laufstarker und aggressiv agierender offensiver Mittelfeldspieler mit guter Ballbeherrschung, der bei Bedarf auch im Angriff eingesetzt werden kann. Zu Beginn seiner Karriere schrieb er mit seinem teilweise unbeherrschten Zweikampfverhalten Negativschlagzeilen. Kakà wechselte 2003 von São Paulo zum AC Mailand, nachdem er im Jahr 2002 zum besten Spieler der brasilianischen Meisterschaft gewählt worden war. In seiner ersten Saison in Italien sicherte er Milan direkt den Titel in der Serie A. Kakà nahm mit der brasilianischen Nationalelf am FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ teil und erzielte im Auftaktspiel der Qualifikation für die FIFA WM 2006™ den Siegtreffer.

Spielerportrait - 7 - Adriano


Adriano Leite Ribeiro wurde am 17. Februar 1982 in Rio de Janeiro geboren und begann seine Karriere 1999 in der Jugendmannschaft von Flamengo. Seine beeindruckende Statur und sein großartiges Spiel ohne Ball erweckten schon bald die Aufmerksamkeit der Vereinsführung, und ein Jahr später wurde er direkt aus der Jugend in die erste Mannschaft befördert.

2001 folgte für den Stürmer ein Traumtransfer zum italienischen Topverein Inter Mailand. Am 14. August desselben Jahres streifte er beim prestigeträchtigen Santiago Bernabeu-Turnier vor dem Saisonauftakt gegen Gastgeber Real Madrid zum ersten Mal das berühmte blau-schwarze Trikot über. Er kam erst in der zweiten Halbzeit des Spiels auf's Feld und brauchte ganze neun Minuten, um seine Duftmarke zu hinterlassen. Mit einem präzisen direkten Freistoß sicherte er seiner neuen Mannschaft einen 2:1-Sieg über den ruhmreichen spanischen Gegner.

Zu Beginn des Jahres 2002 wurde er an Florenz ausgeliehen, das auf dem Rasen und abseits des Feldes eine schwere Krise durchmachte. 15 Mal trat er in der Serie A für die Viola an und erzielte dabei sechs Tore, die den toskanischen Klub jedoch nicht vor dem Abstieg retten konnten. In der folgenden Saison übernahm Parma seinen Vertrag. Hier erzielte er 15 Treffer in 28 Spielen, womit er zu den Toptorschützen der Serie A zählte. Diese Torausbeute veranlasste Inter 2004, ihn aus seinem Leihvertrag zurückzukaufen. Seither ist Adriano ein Publikumsliebling bei den Fans der Nerazzuri, die ihm den Spitznamen Imperatore ("der Herrscher") verliehen haben.

Nicht nur auf Vereinsebene, sondern auch in der Nationalmannschaft begann Adrianos Karriere ungewöhnlich früh. 1999 fing er als Profi bei Flamengo an, im selben Jahr wurde er berufen, sein Land bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft in Neuseeland zu vertreten, die die Brasilianer gewannen. Kontroverse Nominierung

Im folgenden Jahr berief Emerson Leao, Trainer der Seleção, den Stürmer für das WM-Qualifikationsspiel gegen Kolumbien. Diese Nominierung wurde heftig kritisiert, aber der Trainer blieb bei seiner Entscheidung: "Er ist groß, kräftig, hat eine explosive Dynamik und einen Torjägerinstinkt. Mit ihm habe ich mehr taktische Möglichkeiten. Er ist ein Mann für die Zukunft."

2001 gewann er mit Brasiliens U-20 den Südamerikapokal und war mit sechs Treffern zweitbester Torschütze bei der FIFA-Juniorenweltmeisterschaft in Argentinien.

Diese Erfolge brachten Adriano 2003 für eine Reihe von Freundschaftsspielen eine erneute Berufung in die Nationalmannschaft ein. In einer der Partien, einer 1:2-Niederlage gegen Portugal, ersetzte Adriano in der zweiten Hälfte niemand Geringeren als Ronaldo. Aber der junge Torjäger ließ sich davon nicht beeindrucken und trat so selbstbewusst auf, dass Parreira meinte: "Wenn es mal hart auf hart geht, wird Adriano zur Stelle sein."

Diese Worte des Trainers sollten sich als prophetisch erweisen. 2004 erzielte der Stürmer im Finale der Copa America gegen Argentinien Sekunden vor dem Abpfiff den 2:2-Ausgleichstreffer und erzwang so eine Verlängerung. Brasilien gewann den Titel schließlich nach Elfmeterschießen und Adriano mehrte als Torschützenkönig des Turniers seinen Ruf.

Beim FIFA Konförderationen-Pokal im vergangenen Jahr in Deutschland stellte er seine Matchwinner-Qualitäten ein weiteres Mal unter Beweis, als er seine Mannschaft im Halbfinale gegen Deutschland mit zwei Toren ins Finale führte. In dem Turnier bestätigte er seinen Ruf als echter Weltklassespieler und gewann nicht nur den Goldenen Schuh für den erfolgreichsten Torschützen, sondern auch den Goldenen Ball für den besten Spieler.

In diesem Sommer möchte Adriano an seine starken Leistungen und mit der Seleção an die Siegesserie der Brasilianer anknüpfen. Ein Erfolg in Deutschland 2006 wäre ohne Zweifel der größte Triumph seiner schon jetzt strahlenden Karriere.

Spielerportrait - 6 - Roberto Carlos


Mit seinem linken Hammer und einem schier unglaublichen Lungenvolumen ist Roberto Carlos ein physisches Phänomen, der ein ganzes Spiel lang zur Unterstützung der Offensive den Flügel hinunter stürmen kann, ohne dabei seine Defensivaufgaben zu vernachlässigen. Der stürmende Linksverteidiger ist ohne Zweifel einer der größten brasilianischen Fussballer aller Zeiten.

Roberto Carlos da Silva wurde am 10. April 1973 auf einer Kaffeeplantage in der Stadt Garcas, ein Stück landeinwärts von Sao Paulo, geboren. Im Alter von drei Jahren bekam er seinen ersten Ball, nur fünf Jahre später spielte er bei den Männern in der Mannschaft seines Vaters mit. Nach dem Umzug seiner Familie nach Cordeiropolis wurde Roberto Carlos 1981 in die Jugendmannschaft des einheimischen Teams Jogos Abertos do Interior aufgenommen.

Seine Profikarriere begann er 1988 bei União São João, wo er fünf Jahre in der zweiten Mannschaft spielte, nachdem er die diversen Jugendmannschaften im Eiltempo durchlaufen hatte. 1990 wurde Roberto Carlos unter den wachsamen Augen von Ernesto Paulo in die brasilianische Junioren-Nationalmannschaft berufen und gehörte zu dem Team, das 1991 das Finale bei der FIFA-Junioren-Weltmeisterschaft erreichte. Außerdem spielte er in der Mannschaft, die sich nicht für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona qualifizieren konnte.

Nach seinen starken Leistungen in der rückte der Linksverteidiger 1992 auch in die erste Mannschaft von União auf, bevor er noch im selben Jahr an Palmeiras verkauft wurde. Wechsel nach Italien

Bei O Verdão ("den Grünen") nahm Roberto Carlos' Weg zum Ruhm endgültig seinen Lauf. Mit seiner Mannschaft gewann er zwei brasilianische Titel, zwei Mal das Campoenata Paulista und einmal den Rio-Sao Paulo-Cup, bevor er 1995 zu den Großinvestoren von Inter Mailand in die Serie A wechselte. Aber nicht einmal ein Jahr später folgte ein erneuter Wechsel zum spanischen Rekordmeister Real Madrid. Im Bernabeu-Stadion, wo er bis heute spielt, hat Roberto Carlos in einer Ära der Triumphe unter anderem drei UEFA Champions League-Titel (1998, 2000 und 2002) und zwei Toyota Interkontinental-Pokale(1998 und 2002) gewonnen.

Sein Debüt in der brasilianischen Nationalmannschaft gab er 1993 unter Trainer Carlos Alberto Parreira, gehörte jedoch nicht zum Kader für den FIFA Weltpokal™ in den USA 1994, wo die Auriverde zum vierten Mal den Titel gewannen. Das sah vier Jahre später beim FIFA Weltpokal™ in Frankreich schon ganz anders aus. Dort zählte der Linksverteidiger neben Ronaldo und Rivaldo zu den Stars seiner Mannschaft.

Nachdem er den Rückschlag der Finalniederlage auf französischem Boden weggesteckt hatte, blieb Roberto Carlos auch beim FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ unbestritten auf seiner Position und spielte eine Schlüsselrolle beim fünften brasilianischen Titelgewinn.

Roberto Carlos hat in seiner Karriere auch zahlreiche persönliche Auszeichnungen erhalten. 1997 wurde er von der FIFA zum zweitbesten Fussballer der Welt gewählt, ein Jahr später bei der achten Wahl der spanischen Nachrichtenagentur EFE zum lateinamerikanischen Spieler des Jahres gekürt.

Der sagenumwobene linke Fuß des Samba-Stars hat eine unauslöschbare Spur in der Fussballgeschichte hinterlassen. Von seinen Torschüssen, die eine Geschwindigkeit von mehr als 110 Stundenkilometern erreichen können, wird vor allem ein Freistoß lange in der Erinnerung fortleben. Bei einem internationalen Turnier in Frankreich 1997 feuerte Carlos von weit außerhalb des Strafraums einen Schuss ab, der sich wie auf einer Kreisbahn um die Mauer drehte, bevor er hinter Fabien Barthez im Tor einschlug. Dieser Kunstschuss sorgte weltweit für Verblüffung und wurde sogar Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Spielerportrait - 5 - Emerson


Emerson ist ein absolutes Allround-Talent im Mittelfeld: Spielmacher, Dribbelkünstler und Balleroberer. Er verpasste den FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™, da er sich unmittelbar vor Turnierbeginn an der Schulter verletzte, als er in einem Trainingsspiel spaßeshalber die Torwartposition übernommen hatte. 2005 hatte er dann mehr Glück und gewann mit den Brasilianern den FIFA Konföderationen-Pokal. 1995 sicherte er sich mit dem brasilianischen Verein Gremio den Turniersieg bei der Copa Libertadores. 1997 heuerte er bei Bayer Leverkusen an. Nach seinem Wechsel nach Italien gewann er im Jahr 2001 den Titel in der Serie A mit dem AS Rom und 2005 mit Juventus Turin.

Spielerportrait - 4 - Juan


Der Innenverteidiger zeichnet sich vor allem durch seine Kopfballstärke bei hohen Bällen aus. Aufgrund seiner teilweise wechselhaften Leistungen hat Juan keinen Stammplatz in der brasilianischen Nationalelf sicher. Er gehörte dem Team an, das 2004 die Copa América gewann und erzielte in der Gruppenphase sein erstes Länderspieltor. Weitere Erfolge waren der Titelgewinne beim FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005 sowie bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft 1995. 2002 bewahrte er Bayer Leverkusen in seiner ersten Saison vor dem drohenden Abstieg aus der Bundesliga.

Spielerportrait - 3 - Lucio


Einerseits gilt Lucio als einer der besten Verteidiger der Welt, andererseits ist er durch seine Vorstöße aus der eigenen Hälfte eine Bereicherung für jede Mannschaft. Bei der Endrunde des FIFA Weltpokals Korea/Japan 2002™ kam er von der ersten bis zur letzten Minute zum Einsatz, auch in der Qualifikation zur FIFA WM 2006™ war der Innenverteidiger regelmäßig dabei. Zwar war er 2004 bei der Copa América nicht mit von der Partie, dafür holte er sich 2005 jedoch mit Brasilien den FIFA Konföderationen-Pokal. 2002 erzielte er im Finale der Champions League bei der 1:2-Niederlage gegen Real Madrid das Tor von Bayer Leverkusen. 2004 wechselte er dann zum FC Bayern München.

Spielerportrait - 2 - Cafu


Während Rekordweltmeister Brasilien bei der FIFA-Fussballweltmeisterschaft 2006™ in Deutschland den sechsten Titelgewinn anstrebt, wollen einige Spieler im Kader der Südamerikaner persönliche Rekorde aufstellen. Einer von ihnen ist der Rechtsverteidiger und legendäre Kapitän der Brasilianer, Cafu.

Cafu, der einen Stammplatz in der Startelf von Trainer Carlos Alberto Parreira sicher hat, will in die Geschichte eingehen als einziger Spieler, der an vier WM-Endrunden teilgenommen, dabei die meisten Einsätze für sein Land bestritten und als einziger Kapitän den FIFA WM-Pokal zwei Mal entgegen genommen hat. Diese Superlative wären die Krönung einer glänzenden Karriere, deren typisches Merkmal schon immer Cafus Beharrlichkeit war.

Marcos Evangelista de Moraes wurde am 7. Juni 1970 geboren, während die auf dem Weg zu ihrem dritten Titel in Mexiko ein Gruppenspiel gegen England bestritt. Den Spitznamen Cafu bekam er erst als Spieler der Jugendmannschaften von Itaquaquecetuba, wo man ihn wegen seiner Schnelligkeit mit Cafuringa verglich, dem früheren Außenstürmer von Fluminense und Atletico Mineiro.

Cafus Kindheit in Jardim Irene in Sao Paulo war von seiner Leidenschaft für den Fussball bestimmt. Mit sieben bekam er einen Platz in einem Fussballinternat und spielte dann für die Jugendmannschaften von Nacional AC, Portuguesa de Desportos und Itaquaquecetuba AC.

Allerdings lernte der junge Cafu bald auch die harten Realitäten des Fussballs kennen, mehrere große Vereine, darunter Sao Paulo, lehnten ihn mehrfach ab. Doch er gab seinen Traum nie auf. Seine Beharrlichkeit wurde schließlich belohnt, als er 1988 ausgerechnet von Sao Paulo verpflichtet und ein Schlüsselspieler des triumphalen Teams wurde, das unter anderem 1992 und 1993 die Copa Libertadores und den Interkontinental-Pokal gewann. Mitte der neunziger Jahre taten sich Risse in der großen Mannschaft auf, 1995 unterschrieb Cafu beim spanischen Erstligisten Real Saragossa, mit dem er noch im gleichen Jahr den Europapokal der Pokalsieger gewann. Alle Wege führen nach Rom

Cafus spanisches Gastspiel sollte jedoch nicht von langer Dauer sein, und nach einer kurzen Phase bei Juventude wechselte er 1996 zu Palmeiras. Aber 1997 war er schon wieder unterwegs, diesmal zum AS Rom in die italienische Serie A. Dort wurde Cafu rasch zum Stammspieler und Publikumsliebling bei den Fans der Giallorossi, die ihm wegen seiner typischen Flankenläufe auf der rechten Seite den Spitznamen Il Pendolino ("der Schnellzug") gaben. 2001 gewann er mit Rom die italienische Meisterschaft, bevor er 2003 zu seinem aktuellen Verein AC Mailand wechselte, mit dem er 2004 ein weiteres Mal die Meisterschaft errang.

Im September 1990 gab Cafu gegen Spanien sein Länderspieldebüt, 1994 wurde er als möglicher Ersatz für Jorginho in den Kader der Brasilianer für die FIFA-Fussballweltmeisterschaft USA™ berufen. Dort wurde er im Finale gegen Italien weltberühmt: Bereits in der ersten Halbzeit kam er für Jorginho ins Spiel und trug mit einer überragenden Leistung zum brasilianischen 3:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen die Azzurri bei, nachdem sich beide Mannschaften in der regulären Spielzeit plus Verlängerung gegenseitig neutralisiert hatten.

Dieser Triumph war der Beginn einer enorm erfolgreichen Karriere in der brasilianischen Nationalmannschaft, in der er fortan gesetzt war. Mit ihr gewann er 1997 und 1999 die Copa America und zog 1998 ins Finale des FIFA Weltpokals gegen Gastgeber Frankreich ein. Kurz vor dem FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ fiel der brasilianische Kapitän Emerson wegen Verletzung aus, die Binde wurde an Cafu weitergereicht, der somit die Ehre hatte, nach dem 2:0-Sieg über Deutschland den FIFA-Weltpokal für den fünften Titelgewinn entgegenzunehmen.

Cafu hat in seiner strahlenden Karriere auch zahlreiche persönliche Ehrungen gesammelt. Dabei wird ihm kaum eine so viel bedeutet haben wie die Tatsache, dass Pelé ihn im März 2004 auf seine Liste der 125 größten noch lebenden Fussballer setzte.

Spielerportrait - 1 - Dida


Dida ist ein Torhüter, der immer einen kühlen Kopf bewahrt und einerseits für brillante Paraden, andererseits aber auch für seine Leistungsschwankungen bekannt ist. Bei ihm kommt es durchaus vor, dass ihm wenige Augenblicke nach einer absoluten Glanzparade ein eklatanter Fehler unterläuft. Nach dem FIFA-Weltpokal France '98™ sicherte er sich endgültig einen Platz in der Seleção, wobei er bereits zuvor bei der Copa América sowie bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta zum Einsatz gekommen war. Dida hat in seiner langen Karriere zahlreiche große Wettbewerbe gewonnen, unter anderem den FIFA Weltpokal™, den FIFA Konföderationen-Pokal, die Copa América, die brasilianischen und italienischen Meisterschaften und Pokalwettbewerbe, die UEFA Champions League, die Copa Libertadores sowie die FIFA Klub-Weltmeisterschaft.